An der Siedlung Hundsforth

Wegen Bodenuntersuchungen: Guxhagener müssen sich bis zum Baustart der Lärmschutzwand gedulden

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Engagement gegen Lärm an der Autobahn: Demo für den Lärmschutz an der Autobahn A7 Lärmstopp in vergangenen Jahr. 

Guxhagen. Bis der Bau der Lärmschutzwand an der A 7 bei Guxhagen an der Siedlung Hundsforth beginnt, wird es wohl noch dauern. 

Das teilte Dieter Fischer von derGuxhagener Bürgerinitiative Lärmstopp A 7 mit. Das Baurecht für die Wand muss noch geschaffen werden. Dafür muss allerdings erst einmal die Standsicherheit des vorhandenen Walls geprüft werden, auf dem die Wand errichtet werden soll. Das teilte das Hessische Ministerium für Verkehr der Gemeinde Guxhagen in einem Schreiben mit.

Bei Messungen habe Hessen Mobil festgestellt, dass Bauschutt in den Wall eingebaut wurde. Das könnte den Unterbau für eine Lärmschutzwand gefährden. Ende 2018 soll daher eine gründliche Bodenuntersuchung weitere Details ans Licht bringen. Erst dann wird das weitere Vorgehen geplant. Der Beschluss für den Bau der Lärmschutzwand war im Mai vergangenen Jahres vom Ministerium gefasst worden. Die Gemeinde sowie Bürgerrechtler hatten sich lange Jahre dafür eingesetzt. Erst nachdem sich die Bürgerinitiative Lärmstopp A 7 gegründet hatte, war eine Lösung zugesagt worden.

Horst Sinemus, Pressesprecher bei Hessen Mobil, teilte auf Anfrage mit, dass es sich um keine Verzögerung im eigentlichen Sinne handele, da es keinen Zeitplan gegeben habe. Er bestätigte, dass sich Bauschutt im Erdreich des Walls befinde und sich die genaue Gestaltung der Wand erst nach den Untersuchungen ergäbe.

Ende 2018 werde es voraussichtlich Details über die Beschaffenheit und das Aussehen der Lärmschutzwand geben. Ein Baurechtsverfahren müsse dann eingeleitet werden, zu dem dann die Träger öffentlicher Belange gehört werden müssten. Einen genauen weiteren Zeitplan könne er nicht vorlegen.

Die Autobahn war in dem Bereich der Hundsforth erweitert worden.Immer wieder hatten Bürgerrechtler und Gemeinde Lärmschutz gefordert. Die Bürgerinitiative Lärmstopp A 7 hatte die Zusage für den Wall im vergangenen Jahr als einen ihrer ersten Erfolge nach der Gründung der Initiative verbucht. Das Ministerium hatte 1,5 Millionen Euro für den Bau veranschlagt. Fischer hofft nun, dass sich der Bau der Lärmschutzwand nicht zu lange hinaus zögert.

Bürgermeister ist erbost

Bürgermeister Edgar Slawik ist erbost über die Verzögerung. „Man wusste doch, dass der Wall von der Gemeinde aufgebaut wurde, wieso fragen sie nicht, was sich darin befindet.“ Auch sei klar gewesen, dass Bauschutt mit eingearbeitet worden war.

Slawik bemängelt die Kommunikation mit Hessen Mobil. „Man hätte doch mal bei der Gemeinde nachfragen können.“ Es gebe sicher noch Unterlagen über den Bau des Walls. „Ich kann mir nicht erklären, was in dem vergangenen dreiviertel Jahr passiert ist.“ Das alles sei ihm zu wenig. Erst Anfang 2019 wolle sich Hessen Mobil melden, wie es weiter gehen soll.

Quelle: HNA

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