Ein rundes Problem

Ein rundes Problem: TÜV lässt Räder am Ferrari nicht zu

Allmuthshausen. 5000 Euro hat Winfried Stödtler für neue Räder ausgegeben. Breitere Räder für seinen Ferarri, den er seit dreieinhalb Jahren pflegt und spazieren fährt. Seit einem Jahr bemüht er sich, die neuen Räder zuzulassen – erfolglos.

„Die Dekra in Hessen darf die Räder nicht in den Fahrzeugbrief eintragen“, ärgert sich Stödtler.

Nachdem ihm die Dekra als Prüfungsgesellschaft für Kraftfahrzeuge nicht weiterhelfen konnte, versuchte er es beim TÜV. Vergeblich: „Es kam die Aussage, dass der TÜV die Reifen auf einer abgesperrten Strecke testen müsste, um sie zu genehmigen.“ Diese Strecke müsse Stödtler selbst anmieten: „Die Räder in Hessen eintragen zu lassen, würde mich dann noch einmal mehr als 5000 Euro kosten.“ Der Irrsinn daran: In Niedersachsen oder Thüringen, so habe man ihm gesagt, könne er beim TÜV problemlos neue Räder eintragen lassen.

Stödtler hat seinen Ferrari seit ein paar Jahren, seine Autoleidenschaft schon sein ganzes Leben: „Mein Vater hat mir das vererbt, der war genauso bekloppt.“ Zuvor fuhr er einen Porsche. Nachdem der kaputt ging, kaufte er sich den Ferrari 348 GT. Der erste Gedanke seiner Frau Rosi, als sie dies erfuhr: „Ich bring’ ihn um.“ Das erzählt sie mit einem Augenzwinkern, nach über 50 Jahren Ehe hat sie sich daran gewöhnt, dass ihr Mann nicht vom Auto zu trennen ist.

Stödtler liebt seinen Wagen. Da müssen die Räder stimmen: „Ich will sie so haben, dass die Reifen weiter nach außen stehen.“ Passiere etwas mit dem Auto und Rädern, die nicht eingetragen sind, erlösche der Versicherungsschutz. Also muss er den Wagen stehen lassen oder mit seinen Rädern in ein anderes Bundesland rollen, damit sie vom TÜV genehmigt werden.

Quelle: HNA

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