Haushaltsentwurf für 2011 in Wolfhagen - Fehlbetrag von 1,86 Millionen Euro

Lage bleibt angespannt

Wolfhagen. Der kommende Haushalt der Stadt Wolfhagen wird ein größeres Volumen haben als der Etat dieses Jahres. Der Aufwand im Ergebnishaushalt liegt bei über 25,5 Millionen Euro, der Haushalt 2010 war vor einem Jahr mit rund 23 Millionen Euro angesetzt (Erträge 2011: 23,8 Mio., vor einem Jahr angesetzt: 20,5 Mio.).

Aber auch der Schuldenberg wächst weiter an. Ende dieses Jahres steht die Stadt mit rund 15,5 Millionen Euro in der Kreide, in einem Jahr wird mit über 18,5 Millionen Euro gerechnet.

Der Fehlbetrag im Entwurf liegt bei circa 1,86 Millionen Euro. Das heißt, erneut kann die Stadt keinen ausgeglichenen Haushalt vorlegen.

Durch ein neu aufzustellendes Haushaltssicherungskonzept, das die Stadt einsetzen muss, soll sich, so wird erwartet, das Defizit im Laufe des kommenden Jahres aber um rund 500 000 bis 700 000 Euro verringern.

Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake brachte am Donnerstagabend den Haushaltsentwurf 2011 ein, das Werk wird nun im städtischen Haupt- und Finanzausschuss beraten. Im Grundsatz hat sich die Lage zum Vorjahr nicht verändert.

Der Verwaltungschef verweist auf große Chancen, die die Stadt durch Investitionen habe. Aber auch auf Notwendigkeiten, wie etwa Straßen- und Kanalausbau.

Es seien Investitionen, für die es enorme Zuschüsse gebe. Denn allein, ohne Hilfe von Land und Bund, kann das die Stadt nicht stemmen. Dafür muss die Stadt aber weitere Schulden machen.

Schaake wiederholte vor den Stadtverordneten, dass sich die Haushaltssituation nicht wesentlich verbessern könne, wenn Bund und Land nicht helfen. Die Höhe der Investitionskredite für das kommende Jahr wird auf knapp vier Millionen Euro festgelegt. In diesem Jahr sind es etwa 3,5 Millionen Euro gewesen.

Eine Verbesserung wird bei den Gewerbesteuer-Einnahmen erwartet. Das Jammertal sei allmählich durchschritten, sagt Wolfhagens Kämmerer Reinhard Walter. Wurden 2009 etwa 2,2 Millionen Euro eingenommen, sind es in diesem Jahr knapp drei Millionen Euro. Für das kommende Jahr rechnet die Stadt mit 3,5 Millionen Euro.

Auf Wolfhagens Bürger kommt im nächsten Jahr der zweite Schritt der Abwassergebühren-Erhöhung zu. Ab 1. April werden vermutlich 40 bis 50 Cent mehr pro Kubikmeter Abwasser verlangt. Derzeit liegt der Kubikmeterpreis bei 3,65 Euro.

Die Stadt erhöht, um an dieser Stelle einen ausgeglichenen Gebührenhaushalt vorweisen zu können.

Von Axel Welch

Quelle: HNA

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