Jörg Stolz spielt einen alleinerziehenden Vater in RTL-Serie „Familien im Brennpunkt“

Als Laie vor die Kamera

Viele Hobbys: Neben Dartspielen und dem Moderieren von Motocross-Shows entdeckte Jörg Stolz seine Leidenschaft für die Schauspielerei in der RTL-Serie „Familien im Brennpunkt“. Foto: Schittelkopp

Schrecksbach. „Es gibt nicht viele wie mich“, sagt Jörg Stolz nicht ohne Stolz. Der 46-Jährige ist eine echte Rampensau. Der Fleischer moderiert in seiner Freizeit deutschlandweit Motocross-Shows und am Mittwoch war er auch im Fernsehen zu sehen. Jörg Stolz tritt als Laiendarsteller in der RTL-Sendung „Familien im Brennpunkt“ auf.

Er ist damit bereits der zweite Schrecksbacher, der in der Scripted-Reality-Serie mitspielt (wir berichteten). Nach einem Zeitungsgesuch meldete sich Jörg Stolz bei der Produktionsfirma, die „Familien im Brennpunkt“ dreht. Danach ging es für ihn zum Casting nach Marburg.

Drei Tage zum Dreh

Im November des vergangenen Jahres drehte Jörg Stolz für drei Tage in Hürth bei Köln. „Der Anruf kam eine Woche vorher, ich war für eine Hauptrolle vorgesehen“, erzählt der Schrecksbacher. Am Telefon habe er sofort zusagen müssen.

In der Serie spielt er einen alleinerziehenden Vater, dessen 17-jährige Tochter ein Kind bekommt. Sein Beruf: Fleischer. Die Übereinstimmung war allerdings Zufall. So drehte Stolz in seiner eigenen Arbeitskleidung.

Die anderen Darsteller kannte er nicht vorher, dennoch machten die Dreharbeiten Jörg Stolz viel Spaß. Alles sei sehr gut organisiert gewesen: „Die haben nie Druck gemacht“, fügt er hinzu. Ein paar Tage vor dem Start kam das Drehbuch. „Aber ich konnte auch meine eigenen Worte benutzen“, erzählt der Laienschauspieler. Dies ist gewünscht bei Scripted-Reality-Formaten, die Szenen sollen möglichst authentisch wirken.

„Das ist erfunden, das ist Fernsehen.“

Jörg Stolz

Nach drei Tagen waren Jörg Stolz’ Szenen im Kasten und er fuhr wieder nach Hause. „Ich wollte das einfach mal ausprobieren“, sagt er. Ihm sei bewusst, dass einige Zuschauer, solche Geschichten für Realität halten könnten. „Es ist erfunden, das ist Fernsehen“, sagt Stolz, „das ganze Fernsehen ist gespielt“.

Ihm sei es egal, ob die Leute ihn auf der Straße auf die Sendung ansprechen: „Es ist für mich ein Stück Lebenserfahrung“, betont Jörg Stolz, „es können nicht viele behaupten, da einmal mitgespielt zu haben.“

Ob er sich nun professionell der Schauspielerei widmen wolle, weiß der Fleischer noch nicht. Sein Adresse ist nun in der Kartei der Produktionsfirma gespeichert: „Ich würde das wieder machen.“

Seiner Ansicht nach, müsse man allerdings schon ein aufgeschlossener Charakter sein, um bei solch einer Sendung mitzuspielen: „Man braucht schon eine gewisse Arroganz.“Am Mikrofon oder vor der Kamera zu stehen, habe es ihm angetan: „Aber wenn es draußen blitzt, laufe ich nicht raus, weil ich denke, ich werde fotografiert“, scherzt Jörg Stolz über seine Bekanntheit in Schrecksbach.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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