CDU-Antrag gescheitert

Zu wenig Kinder: Grundschule Ippinghausen wird wohl doch geschlossen

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Dürfte sich ab dem Schuljahr 2014/15 für Schüler nicht mehr öffnen: Die Tür der Grundschule Ippinghausen. 

Ippinghausen. Die Grundschule in Ippinghausen wird wohl doch geschlossen. Ein Antrag der CDU-Kreistagsfraktion, den Schulentwicklungsplan zu ändern, ist gescheitert.

Der Plan sieht für das Schuljahr 2014/15  mindestens 13 Einschulungen vor. Eine Hürde, die für die Grundschule Ippinghausen wohl zu hoch ist.

Hintergrund des Antrages war die entflammte Debatte über die anstehende Schließung dreier Grundschulen, von denen auch die beiden Einrichtungen in Ippinghausen und Oberelsungen betroffen sind. Vor allem in Ippinghausen hatte es eine Welle des Protests gegeben. Eine Liste mit 800 Unterschriften von Menschen aus Bründersen und Ippinghausen war an Landrat Uwe Schmidt übergeben worden.

CDU-Fraktionsmitglied Hans-Hilmar von der Malsburg (Wolfhagen) wertete die drohende Schließung der Schulen als einen Eingriff in die Infrastruktur der jeweiligen Orte. Im Falle Ippinghausens würde es seiner Meinung nach gestalterische Spielräume geben. Eine Erweiterung der Schulgrenzen, würde die Nachbarschule in Wenigenhasungen nicht gefährden und beide Bildungsstätten bleiben mit genügend Schülern erhalten. Den Schulentwicklungsplan bezeichnete er als „formal fehlerhaft“, da er auf alten Zahlen basiere.

Dem widersprachen Landrat Uwe Schmidt (SPD) und SPD-Fraktionsmitglied Petra Voß (Habichtswald) entschieden. „Es sind Fakten, über die wir uns nicht hinwegsetzen können“, sagt Voß in Bezug auf die zurückgehenden Geburtenzahlen. Das Land Hessen gebe die Rahmenbedingungen vor. Und das hat 13 Schüler als Mindestanzahl benannt für einen Klassenverbund und die Bereitstellung von Lehrern. Voß wandte sich an die CDU und nannte es unredlich, andere Schulstandorte ins Spiel zu bringen. Die Schule in Wenigenhasungen habe die Chance, zweizügig, zusammen mit den Schülern aus Bründersen und Ippinghausen ein gutes pädagogisches Konzept umzusetzen.

Landrat Schmidt sagte, dass er es auch dem Land hätte überlassen können, die Nachricht von den Standortschließungen zu überbringen. Während einer Informationsveranstaltung vor wenigen Tagen in Ippinghausen hatte er den Eltern angeboten, nach Übergangslösungen zu suchen.

Von Antje Thon

Quelle: HNA

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