Landkreis erlässt Kosten für Pacht - Mehr Photovoltaikanlagen erwünscht

Schwalm-Eder. Der Landkreis erlässt die Pacht für Dachflächen auf denen Investoren Photovoltaik-Anlagen betreiben. Das hat der Kreisausschuss in seiner jüngsten Sitzung entschieden.

Für die im vergangenen Jahr abgeschlossenen Gestattungsverträge hatte der Schwalm-Eder-Kreis eine Pacht für die vergebenen Dachflächen mit den Investoren vereinbart. Bei der Überprüfung dieser Regelung wurde festgestellt, dass das Kosten-Nutzenverhältnis der damals getroffenen Entscheidung nicht das erwartete Ergebnis erbrachte.

Deshalb hat der Kreisausschuss die getroffene Entscheidung revidiert und beschlossen, dass ab sofort die verbleibenden Dachflächen wieder kostenfrei vergeben werden. Weiterhin wurde festgelegt, dass aus Gründen der Gleichbehandlung auch die Investoren mit einem Gestattungsvertrag, in dem eine Pacht vereinbart worden war, keine Pacht zu zahlen haben.

"Uns ist es lieber, dass alle zur Verfügung stehenden Dachflächen mit Solarmodulen belegt werden," sagte Landrat Frank-Martin Neupärtl, "als eine Pacht zu vereinnahmen, die zum Hemmnis für dieses tolle Programm werden könnte."

Seit 2003 überlässt der Schwalm-Eder-Kreis privaten Investoren Dachflächen seiner Gebäude für die Installation von Photovoltaikanlagen. Bis heute wurden 65 Verträge abgeschlossen, durch die etwa 16.000 Quadratmeter Solarmodule installiert worden sind. Diese Fläche entspricht einer Spitzenleistung von nahezu 2000 Kilowatt und auf ihr werden jährlich etwa 1,7 Millionen Kilowattstunden regenerativer Strom erzeugt. Diese Menge entspricht etwa dem Jahresstromverbrauch von 485 Einfamilienhäusern.

Neben dem positiven Aspekt der regenerativen Stromerzeugung trage es auch zur regionalen Wertschöpfung bei, da viele Aufträge beim heimischen Handwerk blieben, sagte Neupärtl. (red)

Quelle: HNA

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