Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule weit vorn

Landkreis Kassel drängt Schulen zum Energiesparen

Wolfhager Land. Der Landkreis Kassel will die Energiekosten an den Schulen senken, die derzeit bei rund 4,4 Millionen Euro pro Jahr liegen.

Sollte der Energieverbrauch nur um fünf Prozent gesenkt werden, könne der Landkreis jedes Jahr 220 000 Euro einsparen, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn.

Dabei hofft der Landkreis auf finanzielle Hilfe vom Bund. Damit Deutschland seine Klimaschutzziele erreichen kann, hat das Bundesumweltministerium diverse Energiesparmodelle entwickelt, die gefördert werden. Eins der Ziele ist es, den Energieverbrauch an Schulen zu senken. Konkret geht es dabei um das Nutzerverhalten. Die meisten Einrichtungen des Kreises sind energetisch saniert, so dass hier nicht weiter gespart werden kann – wohl aber beim bewussten Umgang mit Heizung und Strom. „Wir wollen alle Beteiligten sensibilisieren“, so Kühlborn. Weil die Gebäude auf dem neuesten Stand sind, gibt es verlässliche Verbrauchszahlen, die als Grundlage für die Berechnung der Einsparung verwendet werden können.

Das auf vier Jahre angelegte Konzept soll etwa 550 000 Euro kosten, 90 Prozent zahlt der Bund, die verbleibenden 55 000 Euro bleiben am Kreis hängen. Auch beim Bau von Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung ist viel passiert. Vorn dabei die Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule. Hier produzieren Fotovoltaikanlagen Solarstrom und die Schule wird über die Biogasanlage mit Wärme versorgt. Auf den Dächern der Christine-Brückner-Schule in Bad Emstal, der Zierenberger Elisabeth-Selbert-Schule, den Grundschulen in Breuna, Dörnberg und Zierenberg sowie der Naumburger Elbetalschule und der Herwig-Blankertz-Schule sind ebenfalls Fotovoltaikanlagen installiert. Laut der Schulleiter gibt es schon jetzt an allen Schulen Energiespar-Projekte und Unterrichtseinheiten zum Thema. 

Quelle: HNA

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