Maschinenring hofft auf Windenergie – Studie liegt im Herbst vor

Schwalm-Eder-Kreis liegt in Hessen bei Biogas an der Spitze

Schwalm-Eder. Der Landkreis Schwalm-Eder ist bei der Erzeugung regenerativer Energien aus Biogas spitze in Hessen. 17 Anlagen produzieren fast acht Megawatt. Zwei weitere Anlagen sind in Planung und gehen bald ans Netz.

Das sagt Dr. Harald Bräutigam, Geschäftsführer des Maschinenrings Schwalm-Eder. Seit 2004 stieg der Anteil der regenerativen Energie in Hessen jährlich um ein Prozent auf jetzt elf. Es sei zwar noch Potenzial vorhanden, aber das Wachstum könne nicht in der Art weitergehen. Jedenfalls nicht im Bereich der Biogasanlagen, sagt Bräutigam. „Wir bekommen sonst ein Problem mit der Maisdichte.“ Der Energiemais werde daher in jährlich wechselnder Fruchtfolge angebaut, und man wolle keinesfalls einen Daueranbau. Für die Erzeugung von zwei Kilowatt wird derzeit etwa ein Hektar Anbaufläche benötigt. Der theoretische Maisbedarf liegt nach Angaben des Landesbetriebs Landwirtschaft bei etwa 2000 Hektar. Im Schwalm-Eder-Kreis gibt es derzeit knapp 54.000 Hektar Ackerflächen, davon wird auf 4200 Hektar Mais angebaut. Das entspricht 7,9 Prozent der Fläche.

Die Zukunft der regenerativen Energien liege aber ohnehin in der Wind- und in der Wasserenergie, sagt Bräutigam. Volkswirtschaftlich betrachtet sei die Photovoltaik unwirtschaftlich, und die Energiegewinnung mit Biogas stoße an Kapazitätsgrenzen.

Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beträgt die Vergütung für Photovoltaik 28,8 Cent, für Biogas 15 bis 20 Cent und für Windenergie zehn Cent.

Große Hoffnung setzt er in ein Gutachten, das im Oktober die Potenziale der Windenergie im Landkreis zeigen soll. Angedacht würden Modelle, Windenergieparks in Eigenregie zu betreiben. Mit einem Mix regenerativer Energien könnten mittelfristig bis zu 30 Prozent des Energiebedarfs gedeckt werden, prognostiziert Bräutigam.

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Quelle: HNA

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