Kreistag votiert am 9. Dezember – Vertragsabschluss noch 2013

Landrat sieht für den Eon-Kauf gute Chancen

Schwalm-Eder. Die Verträge zum Ankauf der Eon Mitte-Anteile werden noch in diesem Jahr unterzeichnet, und auch der Schwalm-Eder-Kreis wird mit großer Wahrscheinlichkeit zu den künftigen Eignern des Stromversorgers gehören.

Davon ging Landrat Frank-Martin Neupärtl in einem Gespräch mit der HNA aus. In einer Sitzung am Montag, 9. Dezember, werden die Kreistagsabgeordneten über das Geschäft abstimmen. Zuvor werden noch der Kreisausschuss und der Haupt- und Finanzausschuss gehört. Der Vertragsabschluss müsse noch in diesem Geschäftsjahr erfolgen, weil sich der Kaufpreis sonst aus steuerlichen Gründen um acht Millionen Euro erhöhen würde.

Zwölf Landkreise und die Stadt Göttingen halten noch 26,7 Prozent der Geschäftsanteile von Eon Mitte. 612 Millionen des Unternehmenswertes (926 Millionen) aufgebracht werden. Der Anteil des Schwalm-Eder-Kreises soll 71,1 Millionen Euro betragen.

Der Kaufpreis werde allerdings in voller Höhe von einem Bankenkonsortium finanziert. Die Erlöse aus dem Netzgeschäft sollen Zinsen und Tilgung decken. In 20 Jahren wäre das Darlehen abgezahlt. Dann stünden die Dividenden voll den kommunalen Haushalten zur Verfügung, erklärte Neupärtl.

In einem weiteren Schritt sollen im kommenden Jahr auch die 124 Städte und Gemeinden ins Boot geholt, die auch Interesse an einer Beteiligung an dem Geschäft bekundet haben (wir berichteten).

Die Kommunen, deren Sprecher Borkens Bürgermeister Bernd Heßler ist, wollen sich mit 49,9 Prozent an der neu zu gründenden EAM beteiligen. Entsprechend müssten sie 462 Millionen des Unternehmenswertes aufbringen. Gutachter hatten das Geschäft in den vergangenen Monaten analysiert und auch die Risiken bewertet. Neupärtl: „Sie gehen davon aus, dass wir Schwarze Zahlen schreiben werden.“

Mehr dazu in der gedruckten Ausgabe der HNA.

Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

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