Nominierung bei SPD-Parteitag geplant

Landrat tritt erneut als Bewerber an

Schwalm-Eder. Dieser Termin ist früh gewählt: Die Sozialdemokraten im Schwalm-Eder-Kreis wollen sich am Freitag, 23. August, bei einem Unterbezirksparteitag im Borkener Bürgerhaus auf einen Kandidaten für die im nächsten Jahr anstehende Landratswahl festlegen. Der Parteitag beginnt um 18.30 Uhr.

Einziger Bewerber dürfte Amtsinhaber Frank-Martin Neupärtl (52) sein, dessen Wahlzeit nach Informationen der HNA am 11. November 2014 endet.

Die Direktwahl kann frühestens sechs Monate vor diesem Termin, muss spätestens aber drei Monate vorher erfolgen. Ein Wahltermin wäre also zwischen 12. Mai und 11. August möglich. Festgelegt wird er vom Kreistag. Bis 66 Tage vor dem Wahltermin können Vorschläge eingereicht werden.

Frank-Martin Neupärtl war im Frühjahr schwer erkrankt. In der Nacht zum 14. Februar war er als Notfall in die Städtischen Kliniken eingeliefert worden. Dort hatten die Ärzte einen Hirntumor festgestellt und operativ behandelt. Seine Arbeit in der Kreisverwaltung hatte der 52-Jährige aber schon wieder am 20. März aufgenommen.

Er fühle sich voll belastbar, hatte er kurze Zeit später gegenüber unserer Zeitung geäußert. „Ich werde meine Arbeit fortsetzen und mich im kommenden Jahr auch wieder zur Wahl stellen“, hatte der 52-Jährige damals gesagt. Seit 2002 ist Neupärtl Landrat des Schwalm-Eder-Kreises.

In den vergangenen Wochen war Neupärtl selten in der Öffentlichkeit gesehen worden. Offenbar arbeitete er häufiger auch von zu Hause aus. Informationen über seinen Gesundheitszustand gibt es nicht. Für ein Gespräch war er in den vergangenen Tagen nicht zu erreichen.

Die CDU habe sich noch keine Gedanken über die Nominierung eines Landratskandidaten gemacht, erklärte der CDU-Kreisvorsitzende Bernd Siebert auf Anfrage der HNA. Derzeit konzentriere man sich ganz auf die Landtags- und Bundestagswahl.

Beim SPD-Unterbezirksparteitag geht es unter anderem auch um Berichte des Vorstands und des Kreistagsfraktionsvorsitzenden sowie um die Wahl von Delegierten.

Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

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