"Das ist sein Landkreis"

Landratswahl Schwalm-Eder: Neupärtl bleibt im Amt mit 74,4 Prozent der Stimmen

Frank-Martin Neupärtl

Schwalm-Eder. Landrat Frank-Martin Neupärtl (SPD) hat die Wahl gewonnen. Nach Auszählung aller Wahlbezirke kommt Neupärtl auf 74,4 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 42,6 Prozent.

Aktualisiert um 22.52 Uhr.

Die Wahlbeteiligung von 42,6 Prozent war Grund zur Freude im Kreishaus. Das war schon am frühen Abend mit vielen Gratulanten gut gefüllt. „Ich bin mit dem Ergebnis von 74,4 Prozent rundum zufrieden“, sagte ein sichtlich entspannter Frank-Martin Neupärtl (SPD), der nun als Landrat in seine dritte Amtszeit startet.

Bei der Wahl 2008 hatten sich 36,7 Prozent der Wähler aufgemacht, um ihre Stimmen abzugeben, davon wählten 61,4 Prozent Neupärtl. Damals hatte er eine Gegenkandidatin, die CDU-Frau Jutta Rüddenklau.

Bei der Wahl am Sonntag trat Neupärtl dagegen als einziger Bewerber an. Die Tatsache, dass er keinen Gegenkandidaten hatte, sah er als ein gutes Omen für eine breite Akzeptanz im Kreistag.

Dessen Kreistagsvorsitzender Michael Kreutzmann (SPD) erklärte, dass die alleinige Kandidatur in Hessen erstmalig so gewesen sei. „Darauf bin ich stolz“, sagte Neupärtl.

„Die anderen Fraktionen tragen unsere Politik mit“, sagte Neupärtl. Das sei auch Ziel für die kommenden Jahre.

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„Ich will eng mit allen Fraktionen zusammen arbeiten“, sagte er. „In dem tollen Ergebnis spiegelt sich die gute Arbeit der vergangenen zwölf Jahre“, sagte auch Bundestagsabgeordneter Dr. Edgar Franke (SPD). „Du sprichst die Sprache der Menschen“, sagte er und betonte, dass das Ergebnis um so höher zu bewerten sei, weil Neupärtl sich trotz seiner schweren Erkrankung im vergangenen Jahr der Wahl gestellt habe. „Ich will den Menschen damit Mut machen“, sagte Neupärtl. Und: „Ich hoffe auf Gott.“

Klimaschutz und Schulen

Das politische Handeln in der nächsten Amtszeit sieht er darin, die Schulangebote flächendeckend zu erhalten und im gesamten Schwalm-Eder-Kreis den schnellen Internetzugang möglich zu machen. Für ältere und kranke Menschen müssten mehr Pflegestützpunkte geschaffen werden.

Weiter ausbauen wolle er die Vorreiterrolle des Kreises im Klimaschutz. Das wichtigste Augenmerk gelte aber der Haushaltssituation. Auch wenn der Schuldenstand hoch sei, so sei der Schwalm-Eder-Kreis nicht unter dem Rettungsschirm.

Neupärtls Stellvertreter Winfried Becker gratulierte: Der Landrat habe ein schweres Jahr hinter sich und stelle sich der Herausforderung dennoch. Deshalb müsse man dieses Ergebnis besonders honorieren. „Du hast bewiesen, dass das dein Schwalm-Eder-Kreis ist“, sagte Becker.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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