Tempo in kleinen Teams im Wolfhager Land

Landtagswahl: Auszählen der Stimmzettel für Verfassungsänderung lief schneller als erwartet

Eingespieltes Team: Im Wolfhager Rathaus beteiligten sich am Montagvormittag (von links) Bettina Eberbach, Kai Liebig und Marcel Mey an der Auszählung der Stimmzettel für die Änderung der Verfassung. Foto: Norbert Müller

Wolfhager Land. Am Montag stand in den Rathäusern das Auszählen der Stimmzettel für die Verfassungsänderung auf dem Programm.

Am Ende ging es dann doch schneller als gedacht: Montag, gegebenenfalls sogar auch noch am Dienstagvormittag werde man wohl damit beschäftigt sein, die Stimmzettel für die 15 vorgeschlagenen Änderungen der Hessischen Verfassung auszuzählen, hieß es Montagfrüh noch aus den Rathäusern des Wolfhager Landes.

In Wolfhagen waren die Auszähler nach der Landtagswahl in Hessen um 11.30 Uhr mit ihrem Programm durch, und das bei laufendem Publikumsverkehr. 15 Mitarbeiter der Verwaltung waren am Auswerten der Stimmzettel beteiligt. Fünf Teams mit jeweils drei Verwaltungsangestellten hatte man gebildet. Eine Kraft sortierte die grünen Zettel vor, die zweite las die Auswahl vom Blatt, die dritte Kraft gab die Angaben in den Computer ein. Alle halbe Stunde, so Hauptamtsleiter Kai Liebig, der zusammen mit Bettina Eberbach und Marcel May auszählte, wurden die Rollen getauscht, damit die Konzentration nicht nachließ.

Der Aufwand und auch die Anforderungen an die Konzentration der Auszählenden, so Kai Liebig, war angesichts der 15 Vorschläge auf der Liste dabei im Vergleich zu einer Kommunalwahl, wo man seine Kreuzchen viel differenzierter an eine Vielzahl von Kandidaten verteilen kann, doch überschaubar. Zudem waren am Wahlabend die Stimmzettel für die Verfassungsänderung, bei denen mit einem einzigen Ja oder Nein das Gesamtprogramm abgehakt wurde, schon im jeweiligen Wahllokal vor Ort ausgezählt worden, erklärt Monika Woch, im Rathaus zuständig für den Bereich Wahlen. Woch weiter: „Wir haben nicht damit gerechnet, dass es dann heute so schnell geht.“

Das sah man auch im Naumburger Rathaus so. Nach zwei Stunden waren die drei Arbeitsgruppen im Naumburger Bürgermeisteramt, das dazu extra fürs Publikum geschlossen worden war, fertig mit dem Auszählen. Das Haus konnte dann, anders als geplant, schon gegen 10 Uhr wieder ganz normal geöffnet werden. Beschleunigt habe den Ablauf, sagte Hauptamtsleiter Thomas Fingerling, dass es sich die meisten Wähler leicht machten und den vorgeschlagenen Verfassungsänderungen im Ganzen zugestimmt oder aber sie mit einem Kreuz abgelehnt haben. Nur etwa 20 bis 25 Prozent hätten einen Vorschlag nach dem anderen einzeln abgehakt.

Die Ergebnisse mussten anschließend ans Hessische Statistische Landesamt gemeldet werden.

Alle vorläufigen Endergebnisse finden Sie hier: Hessen-Wahl 2018 im Kreis Kassel: Alle Ergebnisse für die Wahlkreise 1 und 2

Quelle: HNA

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