SPD holt auf, FDP abgestraft

Landestrend wiederholt sich in Schwalm-Eder - Direktmandate an SPD

Schwalm-Eder. Auch wenn bei Redaktionsschluss längst noch nicht alle Ergebnisse aus den Städten und Gemeinden zwischen Schwalm und Eder vorlagen: Die Wahlergebnisse in den beiden Landtagswahlkreisen des Schwalm-Eder-Kreises liegen voll im Landestrend:

Die großen Parteien SPD und CDU gewinnen überall hinzu, die Kleinen verlieren. Großer Verlierer sind, wie überall im Land, alle kleinen Parteien und vor allem die Liberalen, die noch vor vier Jahren in Hessen ungewöhnlich gut abgeschnitten hatten.

Wieder Aufholjagd

Dass dabei die Sozialdemokraten etliche Prozentpunkte wieder aufholten in ihren traditionell starken Wahlkreisen 7 und 8, verwundert wenig, denn sie hatten vor vier Jahren erhebliche Einbußen hinnehmen müssen in der Folge der Ypsilanti-Pleite.

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In Jesberg zum Beispiel schaffte die SPD es wieder, über 40 Prozent der Zweitstimmen zu holen, in Niedenstein stand ein Plus von 4,9 Prozent in den Statistiken. Dort, in der nördlichsten Stadt des Landkreises, liegt die FDP nur noch bei 2,7 Prozent. 

Dramatisch auch die Verluste der Freien Demokraten in Oberaula: In der eher konservativen Gemeinde im südlichen Kreis verloren sie 12,7 Prozent. Dort schaffte es die SPD wieder auf über 30 Prozent, die CDU auf über 40 Prozent. 

Ähnlich in Willingshausen: Die FDP-Verluste liegen bei 13,1 Prozent. Auch dort, wo die FDP den Bürgermeister stellt, etwa in Neuental, hat sie ihren Bonus als Mehrheitsbeschaffer verloren und verlor voll im Trend zehn und mehr Prozente. 

In Bad Zwesten mussten auch die Grünen Verluste hinnehmen, in einer Gemeinde, in der sie traditionell gut abgeschnitten hatten. Kleine statistische Kuriosität am Rande: In der Kurgemeinde wählten fast doppelt so viele die Linke wie die Liberalen, die mit der Alternative für Deutschland (AfD) nun auf die Wählerzahl bezogen auf einer Stufe stehen. 

Auch in Gudensberg stimmten mehr Wähler für die AfD als für die FDP, die über zehn Prozent Verlust verbuchte. Dort schlug sicher auch der Bundestagswahl-Bonus durch, der den Sozialdemokraten immerhin ein Plus von 6,1 Prozent bescherte.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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