Für Menschen keine Gefahr

Angst vor Afrikanischer Schweinepest: Wolfhager Landwirte und Jäger in Sorge

Wolfhager Land. Nach Vogelgrippe und Blauzungenkrankheit sorgt jetzt die Afrikanische Schweinepest (ASP) für Aufregung bei Landwirten und Jägern. „Bei der Afrikanischen Schweinepest handelt es sich um eine schwere Virusinfektion, die für Haus- und Wildschweine tödlich ist", erklärt Dr. Sabine Kneißl.

Sie ist die Leiterin für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises in Wolfhagen. Die Seuche hat mittlerweile Litauen, Polen und damit die Europäische Union erreicht.

Für den Menschen stelle die Krankheit keine Gefahr dar. Einen Impfstoff gegen die Viruskrankheit gebe es nicht, sagt Sabine Kneißl. Das Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit will eine Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest in weitere EU-Länder nicht ausschließen. Das Virus kann über Transportfahrzeuge, die aus den betroffenen Regionen zurückkehren sowie mit Produkten aus nicht durchgegartem Fleisch infizierter Schweine weiter verbreitet werden. Besonders das illegale Verfüttern von Speiseabfällen stellt eine Infektionsquelle dar.

Der örtliche Kreisbauernverband ruft die Landwirte auf, ihre Betriebe vor der Afrikanischen Schweinepest zu schützen. „Verstärkte Vorbeugemaßnahmen sind das Gebot der Stunde, mögliche Übertragungswege müssen unterbunden werden“, sagt Sprecher Johannes Gerhold. So dürften nur unbedingt notwendige Besucher in die Ställe. „Wir haben richtig Panik davor, dass Wildschweine die Seuche auf dem Landweg zu uns bringen. Wirtschaftlich wären die Folgen verheerend“, so Gerhold.

„Wir sind zu erhöhter Wachsamkeit angehalten“, sagt auch Britta Hartmann-Barth, Vorsitzende des Jagdvereins. Seit zwei Wochen würden Jäger bei toten Wildschweinen Gewebeproben entnehmen und diese zum Veterinäramt zur Untersuchung schicken.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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