Marlena und Sascha Schmidt aus Dörnberg haben einen extra großen Stall gebaut

Landwirte aus dem Wolfhager Land sorgen sich wegen der Vogelgrippe um ihre Tiere

Haben einen größeren Stall für ihre Hühner gebaut, damit sie bei Stallpflicht genügend Platz haben: Marlena und Sascha Schmidt.
+
Haben einen größeren Stall für ihre Hühner gebaut, damit sie bei Stallpflicht genügend Platz haben: Marlena und Sascha Schmidt.

Als wäre Corona nicht genug, kämpfen die Landwirte seit dem vergangenen Jahr noch an zwei anderen Fronten: Schweine- und Geflügelpest, landläufig auch Vogelgrippe genannt.

Dörnberg. Beide Erkrankungen grassieren in verschiedenen Regionen Deutschlands. Zuletzt gab es in den vergangenen Tagen Ausbrüche der Vogelgrippe in Putenbetrieben in Niedersachsen. An der Schweinepest verendete Wildschweine wurden diese Woche mehrere in Brandenburg entdeckt. Die Region ist noch verschont geblieben. Die Auflagen für Landwirte sind dennoch hoch.

„Schweinepest, Vogelgrippe und Corona noch oben drauf bedeutet viel Arbeit und Aufwand“, sagt Landwirt Sascha Schmidt aus Dörnberg. Schon in den vergangenen Jahren gab es immer wieder Fälle von Vogelgrippe.

Seinerzeit galt auch im Landkreis Kassel die Stallpflicht. Aus dieser Zeit hat Schmidt gelernt. „Wir hatten damals für die Hühner in Freilandhaltung einen Wohnwagen aufgestellt. Der war für die Nacht vollkommen ausreichend.“

Als die Stallpflicht kam, wollten die Schmidts ihren Hühnern die Enge nicht zumuten und bauten ein zusätzliches Zelt auf.

Heute gibt es einen großen Stall. Im Moment hat Sascha Schmidt selbst die Stallpflicht verhängt, weil ein Fuchs unterwegs ist und einige seiner Hühner getötet hat. „Dadurch sind wir derzeit auch aus der Gefahrenzone in Sachen Geflügelpest raus.“ Wenn die Hühner wieder nach draußen gehen, fange das Zittern wieder an. „Eine Infektion wäre schlimm, dann müssen alle Hühner sterben.“

(Bea Ricken)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare