Lange legte Doppelhaushalt mit Defiziten von 500.000 Euro und 400.000 Euro vor

Fritzlar. Der Etat der Stadt Fritzlar weist für die beiden kommenden Jahre Defizite aus. Das geht aus dem Doppelhaushalt hervor, den Bürgermeister Karl-Wilhelm Lange am Freitagabend den Stadtverordneten vorlegte. Im laufenden Jahr hatte es erstmals einen Fehlbetrag gegeben.

Nach dem Plan wird der Ergebnishaushalt – die Gewinn- und Verlustrechnung der Stadt – im kommenden Jahr ein Minus von 500 000 Euro sowie in 2012 eines von 400 000 Euro aufweisen.

Der Finanzhaushalt, in dem es um die Finanzkraft geht, würde mit 880 000 beziehungsweise 745 000 Euro im Minus abschließen.

Das Loch in der Kasse sei keine Schuld der Stadt, sagte Bürgermeister Lange: „Wir dürfen uns zugute halten, das Defizit nicht durch unsolides Haushaltsgebaren selbst herbeigeführt zu haben.“ Vielmehr habe die Wirtschaftskrise Fritzlar getroffen, und die Erhöhung der Kreis- und Schulumlage falle stark ins Gewicht. Ohne diese erhöhten Umlagen hätte Fritzlar einen ausgeglichenen Haushalt, erklärte Lange.

Die schlechte Finanzlage sei mit „Leistungseinschränkungen und finanziellen Belastungen für die Einwohner“ verbunden. Die Erhöhung der Grundsteuern und der Gewerbesteuer ist bereits beschlossene Sache. Auch über einen höheren Eintritt für das Schwimmbad stimmten die Parlamentarier ab (siehe weiterer Artikel).

Lange rechnet damit, dass im Jahr 2013 der Haushalt wieder ohne Defizit auskommen wird. Die Schulden der Stadt würden in den kommenden Jahren vermindert, von zurzeit 16,59 Millionen auf 15,6 Millionen Euro Ende 2012.

Große Investitionen plant die Verwaltung nicht. Vorgesehen sind unter anderem Kanal- und Straßenbau in der Flehmengasse in Fritzlar, ein Rad- und Gehweg zum Steinkammergrab in Züschen sowie die Ausstattung der Feuerwehren mit Digitalfunk.

Quelle: HNA

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