Neuentaler Patenschaftsverein brachte zum 52. Mal Hilfsgüter nach Siebenbürgen

Die lange Reise der Helfer

Krankenhausbedarf: Die Helfer aus Neuental brachten unter anderem Krankenbetten nach Siebenbürgen. Foto: privat

Neuental. Die fast 2000 Kilometer lange Strecke kennen die Mitglieder des Patenschaftsverein Siebenbürgen aus Neuental wahrscheinlich schon im Schlaf. 52 Mal haben sie sich bereits auf den Weg in die rumänische Region um Hamlesch (Amnas), Braller (Bruiu), Michelsberg (Cisnadioara).

Im Juni gingen wieder ein Transport auf die Reise – außer der Reihe sozusagen, weil im Zentrallager des Vereins in Dorheim Platz geschaffen werden sollte für eine Hilfslieferung von Krankenhaus-Artikeln. Zusätzlich war ein Lkw mit Anhänger nötig, den der Neuentaler Patenschaftsverein vom Homberg-Stolin-Verein anmietete.

Unterstützung aus Homberg

Die Homberger stellten aber nicht nur das Fahrzeug, sondern mit Dieter Krippner auch noch den Fahrer. An dem Transport nahmen außerdem teil: Bernhard Lohrey mit Ehefrau Margit, Dietmar Kestner, Otmar Kramer, Herbert Prüssing, Klaus Bucher, Otto Döhrn sowie Volker Kestner.

4000 Kilometer unterwegs

Bernhard Lohrey und Dietmar Kestner stellen schon seit vielen Jahren ihre Fahrzeuge in den Dienst der guten Sache stellen. Die Kilometerleistung pro Transport beträgt etwa 4000 Kilometer, und seit 20 Jahren gibt es meist zwei Lieferungen pro Jahr.

Volker Kestner und Michael Eimer, beide in Neuental-Waltersbrück zu Hause, beteiligten sich schon vor der Reise mit großem Engagement. Michael Eimer hatte einen Gabelstapler zur Verfügung gestellt, Volker Kestner beteiligte sich am Beladen der Fahrzeuge, was stets mit einer enormen Plackerei verbunden ist.

Ladung: Krankenhausbedarf

Die Ladung bestand diesmal vor allem aus Krankenhauseinrichten für das Krankenhaus in Sebes (deutsch Mühlbach), aus Sportgeräten für die Sportschule Scola cu Classelei in Sibiu (Hermannstadt) sowie aus Bekleidung und diversen Dingen für die ungarische Gemeinschaft in Ocna Sibiului (deutsch Salzburg).

Mit fast 14 Tonnen bewegten die Helfer diesmal doppelt so viel wie bei einem normalen Transport. Entsprechend höher war die finanzielle Belastung für die Vereinskasse.

Untergebracht war die Gruppe in der Kirchenburg Miercurea Sibiului (deutsch Reußmarkt) sowie im Kirchenkastell Großau (rumänisch Cristian)

Auch die persönliche Note kam wieder nicht zu kurz. Die Helfer besuchten die Patengemeinden und hatte vor der Rückreise auch Freunde aus Hermannstadt zu Gast. Auf der Rückreise legte die Gruppe bei Arad einen Stopp ein, um Irene Pall eine Lieferung ihrer Verwandtschaft aus dem Schwalm-Eder-Kreis zu übergeben.

Der Neuentaler Hilfsverein ist auch weiter angewiesen auf Unterstützung, um die Arbeit Aufrecht zu erhalten. Benötigt werden Sach- und Geldspenden. Bankverbindung: Raiffeisenbank Borken, Kontonummer 1818350, BLZ: 520 613 03.

Kontakt: Otto Döhrn, Vereinsvorsitzender, Tel. 0 64 38/92 06 86, Email: otto.doehrn@t-online.de; Otmar Kramer, stellv. Vereinsvorsitzender, Tel. 0 66 93/803-86 16; Klaus Bucher, Vereinsmitglied, Tel. 0 66 93/745 , Email: Klaus.Bucher@t-online.de

Quelle: HNA

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