Autobahn war lange voll gesperrt

Sturm im Wolfhager Land: Friederike erfasste gleich zwei Lkw-Anhänger auf A44-Talbrücke

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Ein Verkehrsunfall auf der A 44 im Landkreis Kassel sorgte für eine Vollsperrung.

Wolfhager Land. Eine besondere Situation stellte sich auf der Autobahn 44 im Landkreis Kassel dar. Ein LKW-Anhänger stürzte auf die Fahrbahn, als eine Windböe ihn auf der Talbrücke Breuna erfasste.

Artikel wurde aktualisiert um 22.20 Uhr - Der Anhänger des Lastzuges war im Bereich der Talbrücke Breuna infolge einer Windböe auf die Seite gestürzt. Er blockierte ab etwa 13 Uhr die Fahrbahn in Richtung Kassel. Da bei den Windverhältnissen kein Kran eingesetzt werden konnte, war die A44 in Richtung Kassel zunächst voll gesperrt worden. Gegen 15.30 Uhr wurde eine Spur wieder freigegeben, etwa zwei Stunden später war die ganze Fahrbahn wieder befahrbar.

Nahezu zeitgleich mit diesem Unfall ereignete sich auf der Gegenseite in Fahrtrichtung Dortmund ein spektakulärer Vorfall. Eine Windböe hatte einen LKW-Anhänger erfasst und zur Seite gedrückt. Der Anhänger stand im 45-Grad-Winkel zur Fahrbahn und drohte von der Brücke zu stürzen. Auch diese Fahrbahn war zunächst voll gesperrt. Wie durch ein Wunder erfasste eine weitere Böe den Anhänger und richtete ihn wieder auf. Der Lastzug konnte daraufhin seine Fahrt unbeschädigt fortsetzen. Die Vollsperrung war damit aufgehoben.

Sperrung der B450 in Richtung Kassel

Sturm Friederike stüzt Bäume im Wolfhager Land um: Die Bundesstraße 450 war gesperrt. 

Zwischen Warburg und Zierenberg wurde die Autobahn ebenfalls in beide Richtungen nach einem Unfall gesperrt. Die Bundesstraße 450 wurde an der Ampelkreuzung in Wolfhagen wegen herumfliegender Äste für den Verkehr gesperrt, nachdem ein Baum auf eine Brücke gekracht war. Mehrere hundert Notrufe waren seit dem frühen Mittag in der Leitstelle des Polizeipräsidiums Nordhessen wegen Sturmschäden, Unfällen und Gefahrensituationen eingegangen. Die Polizei Wolfhagen und die Feuerwehren im Wolfhager Land waren im Dauereinsatz, wie Polizeisprecher Karsten Turski bestätigte.

Baustelleneinrichtungen, Schilder und andere nicht befestigte Gegenstände aus den Gärten der Bewohner flogen umher und sorgten für Behinderungen im Straßenverkehr. Dachziegel wurden von Hausdächern geweht.

Der Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen wurde komplett eingestellt und wirkte sich auch auf Nordhessen aus. Die Wetterlage führte dazu, dass der gsamte Zugverkehr zum Erliegen kam. Alle verkehrsunternehmen im NVV hatten den Zugverkehr eingestellt. Von Ausfällen und Verspätungen waren auch viele Buslinien in ganz Nordhessen betroffen.

Im benachbarten Waldeck-Frankenberg waren vorsorglich auf Anraten von Landrat Dr. Reinhard Kubat und der Entscheidung der verschiedenen Schulleiter fast 20 Schulen geschlossen worden. Im Wolfhager Land hingegen fand an den Schulen ganz normal Unterricht statt. In Stadt und Kreis Kassel wurden Schüler allerdings früher nach Hause geschickt. Gesperrt wurde auch die Landauer Straße zwischen Bad Arolsen und Landau. Auch hier stürzten Bäume auf die Fahrbahn. Gemeinden und Städte hatten sich auf den Sturm eingestellt. Vorsorglich wurden Fahnen, die zur Trauerbeflaggung zum Staatsakt für den Bundestagspräsidenten a. D. Dr. Jenninger aufgezogen waren, wieder eingeholt.

Alle Infos zum Sturm finden Sie in unserem News-Ticker.

Sturm in Wolfhagen: Bäume stürzten um, Äste flogen umher

Quelle: HNA

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