Mutter und Säugling bei Unfall verletzt

A7: Unbekannter soll  verhängnisvolle Kettenreaktion ausgelöst haben

Felsberg. Großes Glück hatten am Montagabend eine 21-jährige Frau aus Melsungen und ihr sechs Monate alter Sohn: Sie wurden bei einem Unfall auf der A7 nur leicht verletzt. Beide wurden vom Rettungsdienst in die Melsunger Asklepios-Klinik gebracht.

Der Vorfall ereignete sich gegen 19 Uhr in der Baustelle hinter der Helterbachtalbrücke auf der Felsberger Gemarkung. Laut Angaben der Polizei hatten Zeugen beobachtet, wie ein unbekannter Fahrer mit seinem Pkw-Kombi den linken von zwei Fahrspuren in der Baustelle Richtung Süden befuhr. Als er den rechts fahrenden Sattelzug einer Spedition aus Harrislee (Schleswig-Holstein) überholte, streifte er mit dem rechten Außenspiegel seines Autos die Fahrertür der Sattelzugmaschine.

Der 55-jährige Fahrer des mit Elektronikteilen beladenen Lastwagens erschrak sich, lenkte seinen Brummi nach rechts, kam dabei auf die unbefestigte Bankette und geriet ins Schleudern. Der Sattelzug prallte gegen den Mittelfahrbahnteiler und verschob ihn auf den linken von drei Fahrstreifen der Gegenfahrbahn in Richtung Kassel wo in diesem Moment die 21-Jährige Melsungerin mit ihrem Sohn unterwegs war. Daraufhin, so ein Sprecher der Polizei, gab es eine Kettenreaktion. Das Auto der Melsungerin prallte gegen das Führerhaus der Zugmaschine des 55-Jährigen, dabei wurden Mutter und Kind leicht verletzt. Der Mazda schleuderte nach rechts und prallte gegen das Heck eines Lastwagens, den ein 30-Jähriger aus Bulgarien steuerte. Erst dann kam der Mazda der Melsungerin auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen.

Der Fahrer des Kombis, der all die Vorfälle ausgelöst war, entfernte sich unerlaubt von der Unfallstelle. Der Lasterfahrer aus Schleswig-Holstein konnte der Polizei gegenüber nur angeben, dass es sich um einen Kombi mit Kastenaufbau und Kennzeichen gehandelt habe. Dessen Fahrer setzte seine Fahrt ohne anzuhalten fort. Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise auf den Kombi geben können.

Die Feuerwehren aus Melsungen und Guxhagen waren mit 29 Einsatzkräften ausgerückt. Sie sicherten die Fahrzeuge des Rettungsdienstes und räumten die Trümmerteile von den Fahrbahnen.

Dem Verkehr stand nach dem Unfall nur ein Fahrstreifen zur Verfügung, er staute sich über zweieinhalb Stunden auf jeweils über sechs Kilometern. Erst um 21.30 Uhr floss der Verkehr wieder normal, berichtet die Autobahnpolizei Baunatal. Die Polizeibeamten schätzen den entstandenen Sachschaden auf 32.000 Euro.

Zeugen: Polizei Kassel, Tel. 0561/9100.

Bilder vom Unfallort

A7: Unfall zwischen Guxhagen und Melsungen

Quelle: HNA

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