Krimi spielt im Escheberger Golfer-Milieu

Der Tod lauert an Loch 13

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Druckfrischer Golfer-Krimi: Autor Jochen Bauer (rechts) übergab erste Buchexemplare an den Präsidenten der Escheberger Golfanlage, Hans-Jürgen Eskuche.

Escheberg. Zart sprießt das junge Grün auf der Escheberger Golfanlage, vereinzelt ziehen Sportler von Loch zu Loch, ruhig ist es hier. Ausgerechnet in dieser idyllischen Kulisse hat sich nun ein Mord abgespielt.

Nicht im richtigen Leben, wohl aber in der Fantasie eines nordhessischen Autoren. Jochen Bauer, passionierter Golfer und Bewohner auf Gut Escheberg, legt seinem Publikum nach drei Romanen jetzt mit „Der Tote am Grün“ seinen ersten Krimi vor.

Der kommt nicht als Thriller daher, nicht bluttriefend, eher als kriminalistische Komödie mit süffisanten Untertönen, wie sie auch die Vorgängerbücher des langjährigen Vellmarer Lehrers und heutigen Ruheständlers ausgezeichnet haben.

Einen „Hessen-Krimi nicht nur für Golfer“, nennt Bauer sein neuestes Werk. Das spielt überwiegend in Nordhessen, der Frankfurter Raum, Bauers alte Heimat, kommt jedoch ebenfalls zum Zuge. Gerade auch von Mentalitätsunterschieden zwischen Nord- und Südhessen lebt dieser Roman. Sie zeigen sich in den beiden Hauptfiguren, den in ihren Charakteren höchst gegensätzlichen Polizeikommissaren Timm Benndorf aus Kassel und Gotthold M. Wurzel aus dem katholischen Seligenstadt. Gemeinsam sind sie, sagt ihr geistiger Schöpfer, „der Schöne und das Genie“.

Nur wenige Schritte muss der schreibende Ex-Lehrer, der in diesen Tagen seinen 70. Geburtstag feiert, von seiner Wohnung bis zum Golfplatz zurücklegen. Das Milieu in direkter Nachbarschaft inspirierte Bauer zu seinem Krimi-Erstling. Locker, leicht ironisch und atmosphärisch dicht gewährt der golfende Schriftsteller Einblicke in sein grünes Freizeitvergnügen. Mit Flights und Fairway, Bags und Bunker war Bauer naturgemäß schon vertraut. „Das Kriminalistische aber habe ich unterschätzt“, räumt der Autor ein. „Beim Krimi steckt der Teufel im Detail, die innere Logik soll unbedingt stimmen.“ Da muss man sich einigermaßen auskennen mit der Polizeiarbeit. Also ging der frühere Lehrer bei echten Kriminalisten in die Schule und ließ sich auch noch von einem Juristen Nachhilfe geben.

Alles Vorarbeiten für die fiktive todbringende Tat. Sie geschieht an Loch 13 auf dem Escheberger Golfplatz. Das Opfer, es stammt übrigens ursprünglich aus Vellmar, wird später auf dem Gutsfriedhof zu Grabe getragen. Der Höhepunkt der Ermittlungsarbeit spielt vor Bauers Haustür, an einem speziellen Ort auf Gut Escheberg. Selbst die Geibel-Hütte kommt im Krimi vor, auch das Hotel Schäferberg, ein real existierender Motorradhandel in Ahnatal und die Stadt Kassel sowieso.

Die beiden Kommissare Benndorf und Wurzel haben nach Bauers Plänen nicht ihren letzten Fall gelöst.

Kontakt: Der Hessen-Krimi „Der Tote am Grün“ (280 Seiten) kann über Jochen Bauer bezogen werden (12 Euro), Bestellungen an JochenBauer43@gmx.de, und ist auch auf der Golfanlage Escheberg erhältlich.

Quelle: HNA

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