Schau und Prämierung: Geflügel- und Kaninchenzüchter stellten in früherer Rohde-Halle über 1755 Tiere aus

Laute Perlhühner, friedliche Gänse

Charakterkopf: eines der vielen Zuchttiere

Ziegenhain. Die 93. Landesverbandsschau der Rassegeflügelzüchter Kurhessen und die Kreisverbandsschau der Kaninchenzüchter „Schwalmtal“ am Wochenende in Ziegenhain waren ein voller Erfolg: Veranstaltet wurde die zweitägige Schau in der ehemaligen Rohde-Halle. Und zwar vom Kleintierzuchtverein 1902 Ziegenhain.

Der Vorsitzende Hans Wilhelm Hainmüller war mit der Zahl der Aussteller, aber vor allem der Besucher, bereits am Samstagvormittag überaus zufrieden: „Mit 1755 Tieren ist diese Schau wirklich hervorragend bestückt. Wir rechnen mit bis zu 2000 Besuchern.“ Aus der direkten Region, aber auch aus Fulda, Eschwege, Marburg-Biedenkopf waren Züchter gekommen, um ihre Zuchterfolge zu präsentieren. In Hessen gibt es insgesamt 29 000 Geflügelzüchter und 16 000 Kaninchenzüchter, die in 1100 Vereinen organisiert sind. Hühner, Wassergeflügel, Gänse, Puten und Tauben waren in den Volieren zu bewundern. 24 Preisrichter begutachteten die Tiere und vergaben Punkte, unter anderem für die Zeichnung des Gefieders, für gerade Beine oder den Behang am Kopf.

Hainmüller zeigte beim Rundgang besonders markante Exemplare. „Perlhühner sind nicht nur schön und schmackhaft. Sie verhalten sich auch ganz genauso wie ein Hofhund und schlagen an“, erklärte der Experte den Gästen.

Umzug vom Chinapark

Die Schau sollte ursprünglich im Chinapark stattfinden. Mit der Rohde-Halle habe sich eine passable Alternative gefunden. Auch freute sich der Vorsitzende, Nachwuchszüchter präsentieren zu können. Die meisten Züchter seien um die 60, es gebe aber auch Jüngere, die sich für das Hobby interessierten. Etwa Franziska Boppert (18) aus Leimsfeld, die zusammen mit Vater Armin Boppert züchtet. Sie zeigte unter anderem ein Zweigseidenhuhn, das Vereinskollegin Jule Siemon (14) aus Frielendorf gehört. „Das Huhn brachte einst Marco Polo mit und erklärte, dass es eine Kreuzung aus Kaninchen und Geflügel sei“, erklärte Armin Boppert. Denn die Federn hätten bei dieser Rasse keinen Kiel, ähnelten deshalb stark einem Fell. Mit seinen Gänsen war Christoph Pfalzgraf aus Loshausen nach Ziegenhain gekommen. Der 16-Jährige erzählte: „Ich bin quasi in die Zucht hinein geboren. Und Gänse sind eigentlich ganz nett - zumindest wenn sie einen kennen.“

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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