Frielendorf

Dem lauten Knall im Wald folgte das Feuer

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Großeinsatz: Am Sendberg in Todenhausen.

Frielendorf. Waldbrände in der Gemarkung Frielendorf: Am vergangenen Wochenende übten Feuerwehreinheiten aus dem Landkreis Darmstadt Dieburg im Bereich der Gemeinde Frielendorf den Katastrophenfall.

Aufgrund lang anhaltender Trockenheit kam es in dem von Frielendorfs stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Markus Schmerer ausgearbeiteten Übungsszenario im gesamten Schwalm-Eder-Kreis schon seit mehreren Tagen zu großflächigen Wald- und Flächenbränden. Ein Schwerpunkt der fiktiven Brände lag unter anderem in der Gemeinde Frielendorf.

Um die im Einsatz stehenden örtlichen Feuerwehren zu unterstützen, kamen bereits am Freitagnachmittag mehr als 130 Mann mit 30 Einsatzfahrzeugen aus Südhessen in den Schwalm-Eder-Kreis. In der Nacht von Freitag auf Samstag brach in der Gemeinde Frielendorf laut Übungsdrehbuch dann ein weiterer Großbrand aus.

Um 8.30 Uhr entschloss sich die Technische Einsatzleitung, kurz TEL, um Frielendorfs Gemeindebrandinspektor Norbert Mühling die Feuerwehren aus Südhessen am Sendberg in Todenhausen einzusetzen. Kurz darauf bewegten sich die großen Einsatzfahrzeuge in Richtung des Frielendorfer Ortsteils. „Es ist wie früher im Manöver. Große Autos, Uniformen und eine fremde Sprache“, so ein Anwohner scherzhaft, während hinter ihm der Verbandsführer im breitem südhessisch Befehl gab.

Damit möglichst alle Einsatzkräfte beschäftigt waren, hatte sich Übungsleiter Markus Schmerer einige anspruchsvolle Übungseinlagen ausgedacht, die Pyrotechniker Lars Röse effektvoll in Szene gesetzt wurden. Unter anderem brannte ein Hochbehälter mitten im Wald mit viel Rauch und lautem Knall. Auf den Weg zu einer abgestürzten Person musste erst der Fahrer eines unter einem Baum eingeklemmten Autos gerettet werden. Und natürlich galt es, den fiktiven Waldbrand zu bekämpfen. Zu diesem Zweck wurden knapp 2000 Meter B-Schlauch verlegt und mit Wasser aus dem Todenhäuser Löschteich und der Ohe gefüllt.

Katastrophenschutzübung mit der Feuerwehr Frielendorf

Geführt wurden der Verband aus Südhessen während der gesamten Übung von der Führungsstaffel der Feuerwehr Frielendorf.. „So eine Gelegenheit bekommt man relativ selten. Diese Katastrophenschutzübung war auch ein guter Belastungstest für uns,“ bilanzierte Gemeindebrandinspektor Norbert Mühling zufrieden.

Sowohl die Übungsteilnehmer aus Südhessen, wie auch die Führungsstaffel der Feuerwehr Frielendorf waren mit dem Verlauf der Übung im Großen und Ganzen zufrieden. „Die gestellten Aufgaben wurden von den Einsatzkräften erfüllt, festgestellte Mängel müssen jetzt aufgearbeitet werden“, so das Fazit von Übungsleiter Markus Schmerer. (syg)

Quelle: HNA

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