Praktischer Umweltschutz: Grundschüler bauten Insekten-Hotel auf dem Schulgelände

So leben Biene und Co.

Ein prächtiges Hotel: Colin Michel, Hannah Gerlach, Jana Schmitz und Maileen Theis (von links) zeigen Ziegelsteine und Stroh, mit denen das Insektenhotel hinter ihnen gefüllt wurde. Foto: Mangold

Wabern. Wildbienen, Hummeln, Schlupfwespen und andere Insekten können ab jetzt auch auf der Wiese neben der Waberner Grundschule ein Zuhause finden. Schüler der Klassen 1c und 4a bauten zusammen mit ihren Lehrerinnen und mit Mitarbeitern des NABU Homberg ein großes Insektenhotel.

Das Projekt gehört zu den Anstrengungen der Schule im Rahmen des Umweltzertifikats und auf dem Weg zur Umweltschule.

Das Insektenhotel wurde finanziert mit dem Preisgeld, das die Schule im vergangenen Jahr für die erfolgreiche Teilnahme am „Sauberhaften Schulweg“ erhielt, erklärte Lehrerin Sylvia Schönhut. Sie setzt sich zusammen mit ihren Kolleginnen Lena Nöding und Karin Ritter für den Umweltschutz an der Reiherwaldschule ein.

Unterstützung erhielt die Schule vom NABU, den Eltern und vielen Spendern.

Zum Insektenhotel werden noch Schaukästen aufgebaut, in denen verschiedene Insekten in Glasröhrchen brüten, sodass die Schüler sie dabei beobachten können. Insekten sind eines der Themen im Sachkundeunterricht der Grundschüler. Mit dem Bau des Insektenhotels wird also nicht nur den Insekten ein geschützter Brutraum angeboten, der im natürlichen Lebensumfeld oft fehlt, sondern auch der Umweltschutz für die Schüler anschaulich vermittelt. „Lernen durch Handeln“, erklärte Lehrerin Ritter.

Schon im vergangenen Herbst war die Behausung für die Insekten Thema des Unterrichts, die Schüler sammelten Tannenzapfen, Kastanien, Bucheckern, Schilf und Baumrinde, um damit das Hotel zu füllen. Sie bohrten Löcher in Baumstammscheiben und Kastanien als Unterkünfte für die Insekten. „Das war ganz schön schwierig“, meinte Mareen Döring aus der 1c. Nun hoffen alle, dass die Bienen und andere Insekten bald einziehen. Natur ganz nah gab es im Klassenraum der 1c: die Verwandlung von Raupen zu Larven, die sich dann in einem Netz zu Schmetterlingen entwickelten und später frei gelassen wurden.

Von Bettina Mangold

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare