Franz Knarr spielt seit 1958 bei den Gensunger Dorfmusikanten mit

Ein Leben fürs Akkordeon

Feiert am Montag seinen 70. Geburtstag: Franz Knarr. Foto: nh

Gensungen. Seit 1958 spielt Franz Knarr bei den Gensunger Dorfmusikanten. Der Akkordeonist nahm als 13-Jähriger seinen ersten Musikunterricht in Heßlar und rundete seine Instrumentalausbildung in den 1950er Jahren in Kassel bei professionellen Akkordeonisten ab. Am Montag wird der Felsberger 70 Jahre alt.

„Ich fühle mich so gut, dass ich noch etwas mitmache“, sagt Franz Knarr über sein Engagement bei den Gensunger Dorfmusikanten. Dort hält der Musiker mit seiner Frau Heidi Knarr, die ebenfalls Akkordeon spielt, dem Ensemble den Rücken frei, etwa wenn es um Ordnung im Übungsraum geht. Und natürlich ist er mit dem Ensemble weiter auf Achse, zu Seniorennachmittagen, Konzerten und Ständchen.

Franz Knarr hat die Dorfmusikanten geprägt. 1965 übernahm er die Leitung und formte aus dem Ensemble eine 20-köpfige Musikergruppe, die weit über die Kreisgrenze hinaus bekannt wurde. 1993 übergab der gelernte Schlosser den Dirigierstab an Marko Wunsch, bildete den Nachwuchs aber noch bis 2001 aus: 98 junge Leute erlernten von ihm das Akkordeonspiel und einige später auch das an der Heimorgel.

Neues Repertoire

Nichts konnte bei Franz Knarr die Liebe zum Akkordeon brechen. Immer stand er während seiner allein 35-jährigen Berufstätigkeit im Baunataler Volkswagen-Werk an seinem Pult der Dorfmusikanten. Und im Ruhestand weitete der Musiker sein Repertoire aus und schrieb beispielsweise Werke von Johannes Brahms und Wolfgang Amadeus Mozart fürs Akkordeon um. Stücke dieser Komponisten auf dem Akkordeon zu hören, sorgt nicht selten für Erstaunen bei Seniorenveranstaltungen, Seminaren in Bildungsstätten und Klöstern oder im Felsberger Mehr-Generationen-Haus, berichtet der 70-Jährige, der für sein musikalisches Engagement bereits den Ehrenbrief des Landes Hessen, eine Auszeichnung des Hessisch Waldeckschen Gebirgs- und Heimatvereins und eine Ehrenurkunde und das Wappenglas der Stadt Felsberg erhielt.

Franz Knarr reist gerne und ist in Vereinen aktiv – was aber an keinem Tag im Jahr fehlen darf, ist die handgemachte Musik am Akkordeon: „Mindestens 30 Minuten brauche ich einfach“, sagt der Felsberger. (lgr)

Quelle: HNA

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