Körle will Kassenlage verbessern - Höhere Grund- und Gewerbesteuern

Leben wird ab Januar teurer

Höhere Grundsteuer: Körler Hauseigentümer zahlen künftig mehr Gemeindesteuer für ihr Eigentum - unser Bild zeigt die Bebauung am Sonnenhang mit Blick auf die Kerngemeinde. Fotos: Archiv

Körle. Die Körler Gemeindevertretung hat ein Sparkonzept verabschiedet. Das soll nach einer Modellrechnung der Verwaltung pro Jahr knapp 69 000 Euro Mehreinnahmen bringen und damit 30 Prozent des aktuellen Fehlbedarfs im Haushalt abdecken. Einwohner müssen sich auf höhere Steuern und Gebühren einstellen, sofern das Parlament die Beschlüsse noch in Satzungen fasst.

Das Programm hat unter anderem folgende Vorgaben:

• Grundsteuer: Die Gemeindesteuer für Grundstücke in der Land- und Forstwirtschaft steigt von 260 auf 290 Prozent und die für bebaute und bebaubare Grundstücke von Wohnhäusern von 250 auf 270 Prozent. Das bringt der Gemeinde pro Jahr etwa 13 200 Euro. Mehrkosten: Für ein Wohnhaus zahlen die Körler künftig pro Jahr 162 statt bislang 150 Euro.

• Gewerbesteuer: Sie steigt von 310 auf 330 Prozent und bringt der Gemeindekasse pro Jahr 19 300 Euro mehr ein.

• Bürgerbus: Pro Fahrt im Bürgerbus werden künftig 75 statt bislang 50 Cent fällig - das bringt pro Jahr 600 Euro. Noch einmal 800 Euro kommen durch eine Erhöhung der Kilometerpauschale für Vereine von 25 auf 35 Cent zusammen.

• Beerdigungen: Die Gebühren für Bestattungen steigen um zehn Prozent. Damit zahlen Angehörige bei einer Beerdigung etwa 80 Euro mehr als bisher. 2000 Euro pro Jahr sollen so zusammenkommen.

• Hundesteuer: Die Steuer wird um zehn Prozent erhöht, das macht voraussichtlich im Schnitt zehn Euro mehr pro Hund und Jahr. 2000 Euro soll das der Gemeinde bringen.

• Wohnraum: Die Mietpreise für Gemeindewohnungen sollen um fünf Prozent steigen. Das verteuert eine 60-Quadratmeter-Wohnung um etwa zehn Euro pro Monat. Mehreinnahmen für die Gemeinde: 1100 Euro.

• Kindergärten: Die Benutzungsgebühren sollen um fünf Prozent steigen. Mehrkosten für Familien: Bei einer durchschnittlichen Monatsgebühr von 80 Euro sind fürs erste Kind vier und fürs zweite zwei Euro mehr fällig. Ein Mittagessen soll künftig den Einkaufspreis decken und statt derzeit zwei ab Januar 2,70 Euro oder in der Variante der Monatspauschale statt 36 ab dem nächsten Jahr 48,60 Euro kosten. Das bringt insgesamt pro Jahr 15 500 Euro.

• Personal: Die Gemeinde reduziert Arbeitszeit in der Jugendpflege. Das bringt ihrer Kasse pro Jahr 10 900 Euro ein. (lgr)

Quelle: HNA

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