Nahversorgung im ehemaligen Schlecker-Gebäude geplant

Bald könnte es in Gilserberg wieder Lebensmittel zu kaufen geben 

Gilserberg. Die Bürger von Gilserberg sind mit der Nahversorgung nicht zufrieden. „Zurzeit gibt es in Gilserberg kein Lebensmittelgeschäft", sagt Bürgermeister Rainer Barth. 

Seit der Discounter Aldi Ende vergangenen Jahres seine Niederlassung geschlossen hat, müssen die Bewohner der 3000-Seelen-Gemeinde sehen, wie sie an Butter, Zucker, Nudeln und Co. kommen können.

Unbefriedigend sei der Zustand, räumt Bürgermeister Barth ein. Doch scheint sich ein Silberstreif am Horizont der Versorgungswüste abzuzeichnen. Denn mit dem Umzug des Hochland-Lädchens in die ehemalige Schlecker-Immobilie, eröffnet sich nach Angaben von Barth die Möglichkeit, eine Nahversorgung einzurichten.

Der Eigentümer der Immobilie, Marco Kohrell habe im Gemeindevorstand ein entsprechendes Konzept vorgestellt, sagt Barth. Demnach handele es sich um einen kleinen Laden mit Gutkauf als Partner und einem begrenzten Sortiment an Lebensmitteln. Auf keinen Fall angeboten werden sollen Waren aus dem Bereichen Bäckerei und Metzgerei sowie Getränke. Der Grund: „Ortsansässigen Betrieben soll mit der Nahversorgung keine Konkurrenz entstehen“, erklärt Barth. 

Bedeckt hält sich dagegen Marco Kohrell, was die Einrichtung eines Lebensmittelladens zur Nahversorgung angeht. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, sagt er auf HNA-Anfrage. Denn unter anderem habe er einen Antrag auf Förderung durch das Leader-Programm gestellt. Wann der Antrag aber bewilligt werde, könne er nicht sagen.

Sicher sei, dass zum 1. Februar Brigittes Hochland-Lädchen in das ehemalige Schleckergebäude umziehe. Die bisherige Inhaberin, Brigitte Pommerin, habe eine Nachfolge gesucht. Und die trete nun seine Muter an, so Kohrell weiter. Ab dem 1. Februar werde das Lädchen unter dem gleichen Namen und dem gleichen Angebot einschließlich der Post, im ehemaligen Schleckergebäude eröffnet.

Nach den Plänen Kohrells werde das Lädchen die Hälfte der 150 Quadratmeter großen Immobilie belegen. Die andere Hälfe werde abgetrennt und könne, wenn der Aufbau eines Lebensmittelladens möglich wird verbunden werden.

Während sich nach Darstellung von Bürgermeister Barth eine Nahversorgung zumindest in abgespeckter Form abzeichnet, sei die künftige Nutzung der Aldi-Immobilie am Ortsrand unklar. „Der Mietvertrag mit dem Discounter läuft noch bis 2018“, sagt Barth. Mögliche wäre, dass Aldi das Gebäude vermietet werde. Bedingung sei, dass dort kein direkter Konkurrent einziehe. Zur Not werde Aldi das Gebäude leer stehen lassen, vermutet der Bürgermeister. Doch konkrete Pläne dazu gebe es nicht. Vielmehr habe er den Eindruck, dass Aldi die Kundenströme zu den Filialen in Gemünden und Treysa lenken möchte.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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