Elf Defibrillatoren sollen in Melsungen Leben retten

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Kann Leben retten: Thomas Teschauer von der Stadt Melsungen zeigt einen Defibrillator in seiner Wandhalterung. Bewegt man das Gerät, erfolgt eine Alarmierung bei der Leitstelle.

Melsungen. Die Stadt Melsungen möchte helfen, Leben zu retten. Die SPD-Fraktion hatte vor etwa zwei Jahren einen Antrag gestellt, in der Stadt und den Stadtteilen Defibrillatoren anzubringen. Elf dieser Geräte hängen jetzt.

Wenn man das Gerät aus dem Kasten nimmt - eine Bewegung reicht bereits - stellt die Anlage einen Anruf mit der Leitstelle in Homberg her. „Das Gerät löst also selbsttätig einen Alarm aus“, sagt Martin Dohmann, Bauamtsleiter.

Keine Haftung für Stadt

Auch sonst sei der Defibrillator sicher und einfach zu bedienen, sagt Thomas Teschauer, bei der Stadt zuständig für die kleinen roten Lebensretter. Die Stadt hat einen Vertrag mit dem Hersteller Medic Assist geschlossen. So entfällt die Haftung durch die Stadt bei einem möglichen Ausfall des Geräts. „Die Defibrillatoren checken täglich ihre Funktionstüchtigkeit“, sagt Dohmann. Sollte eines der Geräte nicht funktionieren, meldet es dies ebenfalls der Leitstelle.

Diese Lösung sei zwar etwas teurer, als die Geräte zu kaufen, so entfalle aber die tägliche Kontrolle. Je Gerät fallen etwa 1000 Euro Leasing- und Servicegebühr jährlich an. Zu den elf Defibrillatoren der Stadt kämen noch bis zu 40 der B. Braun Melsungen AG hinzu. Diese stünden an den verschiedenen Standorten zur Verfügung.

Ein Defibrillator nutze aber nur etwas, wenn man auch wisse, wo ein solches Gerät hängt. Daher wolle man die Standorte bekannt machen.

Auffällig ist anders: Daniela Riemann und Martina Gießler von der Kreissparkasse zeigen das Hinweisschild.

An den Gebäuden weisen grüne Hinweisschilder mit einem Herz auf die Defibrillatoren hin. So seien zum Beispiel in den beiden Geschäftsstellen der Kreissparkasse welche angebracht. „Je mehr Menschen Tag und Nacht daraufzugreifen können, umso besser“, sagt Dohmann.

Die Standorte

Die Defibrillatoren kommen bei Kammerflimmern des Herzens zum Einsatz. Rettungsdienste bieten Schulungen an. Die Standorte sind Adelshausen (DGH), Günsterode (Dorftenne), Kehrenbach (Trafogebäude), Kirchhof (DGH), Obermelsungen (DGH), Schwarzenberg (DGH), Stadtsporthalle (Betreuerraum), Zweifeldhalle (Betreuerraum), Röhrenfurth (Geldautomat) und zwei in den Geschäftsstellen der Kreissparkasse. (ddd)

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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