Katalog zum 75. Geburtstag

Lebenswerk von Künstler Johannes Schönert gewürdigt

Zeichnungen, Bilder und Skulpturen: Auf 72 Seiten zeigt der Katalog die bedeutendsten Werke des Leimsfelder Künstlers Johannes Schönert. Foto: Rose

Frielendorf. „Gestalt- Raum-Zeichen“: Das ist der Titel eines Werkkataloges des Leimsfelder Künstlers Johannes Schönert. Zum 75. Geburtstag würdigen der Heimat- und Geschichtsverein sowie die Gemeinde Frielendorf das Lebenswerk des gebürtigen Dresdners.

Am Freitag wurde der Katalog in der Kulturscheune präsentiert, einige Exponate ausgestellt – finanziell unterstützt von der Sparkassenkulturstiftung.

Der Werkkatalog mit Aufsätzen, Bildern, Zeichnungen und Skulpturen sei eine Einladung zum Kennenlernen des Künstlers, sagte Bürgermeister Birger Fey. „Eine Beschäftigung mit seinem umfassenden Werk lohnt und hat unsere Aufmersamkeit verdient.“ Seine Werke hätten sich immer mehr und intensiver in Richtung abstrakter Darstellung entwickelt.

Natur als Idee

„Grundlagen und Ideen seiner Werke bleibt aber die Natur, die schönen und gefährlichen Kräfte der Erde, wie er es in einem persönlichen Gespräch bekannte“, erklärte Fey. Doch auch aus biografischer Sicht gebühre Schönert Aufmerksamkeit. Prägend für den Künstler war der frühe Tod des Vaters in den letzten Kriegstagen, aber auch das total zerstörte Dersden mit dem Familiensitz in der Florastraße.

Die ersten künstlerischen Gehversuche unternahm Johannes Schönert in der DDR. Seine bürgerliche Herkunft boten dem jungen Künstler kaum Perspektiven, so dass er 1958 mit Mutter Johanna in den Westen floh. Hier entwickelte sich Schönert und fand seinen unverkennbaren Stil. Geprägt wurde Schönert von dem bedeutenden Künstler und Kunstprofessor Hand Mettel an der Städelschule in Frankfurt.

Laudator Dr. Fritz Jacobi würdigte Schönert als einen „von Visionen durchdrungenen“ Künstler. Den Grundstein hierfür habe das Elternhaus gelegt. Der Großvater sei Gründer einer Firma für Hinterglasmalerei gewesen, Mutter als auch Vater hätten selbst gemalt.

Heute bündelten Schönerts Werke die verschiedenen Ebenen der figürlichen und der abstrakten Kunst.

Schönert sagt über seine Kunst: „In meiner Arbeit wird nicht eine Vorstellung wiederholt, sondern versucht, eine noch unbekannte Erfahrung zu machen.“

Der Werkkatalog ist beim Heimat- und Geschichtsverein sowie bei der Gemeinde zum Preis von zwölf Euro erhältlich. Die Auflage beträgt 440 Stück.

Quelle: HNA

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