Rote Beete sind die Grundlage für einen nordhessischen Vorspeisensalat

Leckeres aus roten Kugeln

Eine Vorspeise, die auch das Zeug zum Hauptgang hat: Salat von Roter Beete mit Zanderfilet und Bratkartoffeln. Genau 15 Zutaten hat Rainer Holzhauer verarbeitet. Foto:  Norbert Müller

Bad Emstal. Rote Kugeln spielen im Advent und zu Weihnachten nicht nur als Dekoration eine Rolle, sondern auch in der Küche. Allerdings nicht aus hauchdünnem, glänzendem Glas. Rote Beete, sagt Rainer Holzhauer, Inhaber des Restaurants Grischäfer, sei ein typisches Wintergemüse. Und das lasse sich ganz hervorragend zu einer leckeren, typisch nordhessischen Vorspeise verarbeiten. Genau 15 Zutaten, erklärt der Bad Emstaler, werden benötigt.

Rote Beete, Äpfel, Schmand, Salz, Pfeffer, Essig, Öl, küchenfertigen Meerrettich, Butter, Knoblauch, Zanderfilet, Feldsalat, Kartoffeln, Zwiebeln und Petersilie - mehr braucht es nicht. Alternativ zum Zander, sagt Holzhauer, könne man auch Forelle nehmen.

Für vier Portionen werden zwei Rote Beete benötigt, die – wie auch die beiden großen Kartoffeln – schon am Vortag gekocht und gepellt werden. Gut 15 Minuten benötigt Holzhauer nun, bis der Salat servierfertig auf dem Teller liegt.

Zunächst werden die Roten Beete in kleine Würfel geschnitten, das gleiche gilt für die zuvor entkernten beiden Äpfel.

Die Würfel werden in eine Schüssel gegeben, gut vermischt und mit Pfeffer, Salz, Essig, Öl, etwas feingehackter Zwiebel und Meerrettich gewürzt. Dann wird noch Schmand untergemischt.

Weiter geht’s am Ofen: In der Pfanne wird Butter erhitzt und der Fisch angebraten. Die Kartoffeln – in etwa einen Zentimeter große Würfel geschnitten – werden ebenfalls in Butter geröstet, bis die Stücke goldgelb sind. Mit Pfeffer und Salz würzen und ganz nach Geschmack mit geschnittenem Knoblauch durchschwenken.

Regionale Produkte

Jetzt wird angerichtet: Bratkartoffeln und Rote Beete/Apfelgemenge auf dem Teller platzieren, dazu noch ein wenig Feldsalat, obenauf das Fischfilet, das mit einem Blatt Petersilie gekrönt wird.

Nicht nur die Zutaten – vom Edersee-Zander bis zur Kartoffel aus dem Wolfhager Land – seien nordhessisch, auch die Art des Servierens, betont Rainer Holzhauer: Warmes kombiniert mit Kaltem, Filet und Bratkartoffeln zusammen mit Salat. „Der Nordhesse hat gern alles zusammen auf einem großen Teller“, erklärt der Koch grinsend, „weil man’s so von zuhause kennt“.

Typisch für die Region, sagt Rainer Holzhauer, sei die Rote Beete: „Die ist richtig bodenständig, sie ist kein Modegemüse.“

Schmeckt nach Kindheit

Und für ihn persönlich hat sie auch einen Hauch von Nostalgie: „Rote Beete schmeckt ganz viel nach Kindheit. Die gab es mit Schmand zu Weckewerk, etwas, was mein Opa schon gerne gemacht hat.“

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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