Anmeldungen für Bewohner fanden nicht statt

Leere Räume und Ablehnung: Was ist los im Seniorenzentrum Besse?

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Das Seniorenzentrum in Besse: Die Einrichtung, die von Hephata Soziale Dienste betrieben wird, besteht seit dem Jahr 2006. Die untere Etage stand jetzt realtiv lange leer. Renovierungsarbeiten, eine neue Personalphilosophie und ein zusätzlicher Bereich für Demenzerkrankte sind dafür auch verantwortlich, wie der Geschäftsführer mitteilte.

Besse. Seit Wochen leer stehende Räume, trotzdem Ablehnungen bei Anmeldungen für Bewohner: Was ist los im Seniorenzentrum in Besse?

Das fragten sich viele Menschen in dem Edermünder Ortsteil und der Umgebung. Betrieben wird es  von Hephata Soziale Dienste und Einrichtungen (hsde).

Jetzt stellte der hsde-Geschäftsführer Hermann-Josef Nelles auf HNA-Anfrage klar: Das Seniorenzentrum wird in mehrfacher Hinsicht erneuert. Mehr Wohnlichkeit, neue Mitarbeitende und demnächst ein Spezialangebot für Menschen mit Demenzen kündigte er an.

Neues Personal für Seniorenzentrum in Besse

Noch seien die Renovierungsarbeiten zwar nicht ganz abgeschlossen – neue Bewohner können seit kurzem aber wieder aufgenommen werden, berichtet er. Zu der Ablehnung von Aufnahme-Anfragen habe es zwei Gründe gegeben: Neben dem neuen Anstrich und neuen Fußböden musste zunächst auch neues Personal gefunden werden.

„In vormaligen Zeiten war in der Einrichtung in zu hohem Maße mit Personalüberlassungsfirmen gearbeitet worden“, sagt Nelles, der seit einem Jahr als Geschäftsführer in der hsde tätig ist. Seither seien stetig neue Mitarbeitende gewonnen und fest eingestellt worden. „Nur auf diesem Weg können wir unsere Qualitätsversprechen einhalten“, ist Nelles überzeugt. Auf Zeitarbeit dürfe nur in Ausnahmefällen zurückgegriffen werden.

Die Personalbeschaffung sei und bleibe auch weiterhin seine größte Herausforderung, sagt Nelles. Derzeit besteht das Team in Besse aus 13 Pflegekräften, einer Auszubildenden und zwei Personen, die sich um tagesstrukturierende Angebote kümmern. Hinzu kommen leitende Mitarbeiter sowie Küche, Reinigung und Haustechnik. „Wir suchen aber weiterhin dringend nach Pflegekräften und haben dazu verschiedene Aktionen entwickelt“, so der Geschäftsführer.

Dieses Video ist nicht Teil der Berichterstattung von HNA.de, sondern gehört zur externen Videoplattform Glomex.

Speziell geschultes Fachpersonal soll dann planmäßig ab Mitte Dezember 2018 die Eröffnung eines neuen Spezial-Angebotes ermöglichen. Es richtet sich an Bewohner mit Demenzen, die in einem sogenannten fürsorglichen Betreuungsbereich eine auf ihre individuelle Krankheitssituation abgestimmte Pflege und Betreuung erfahren – der Fachbegriff dafür heißt „gerontopsychiatrische Station“. Dieser Bereich wird im zweiten Obergeschoss des Hauses eingerichtet, insgesamt stehen dort 27 Betten zur Verfügung.

70.000 Euro Investition in Seniorenzentrum Besse

Das erste Obergeschoss verfügt über die gleiche Bettenzahl. Auf beiden Etagen sind im Zuge der Renovierung alle Zimmer neu gestrichen worden, die Gemeinschaftsräume haben zudem neue Fußböden und neues Mobiliar erhalten. Zudem gibt es neue Sessel und Sofas als Rückzugsorte innerhalb der Gemeinschaftsbereiche.

Etwa 70.000 Euro hat die hsde in das Haus in Besse investiert. „Die Renovierung des gesamten Gebäudes war für alle im Haus ein Kraftakt – bei allen Beteiligten bedanke ich mich ganz herzlich für ihr Verständnis und ihre Mitarbeit“, resümiert Nelles. 

Quelle: HNA

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