Lehrerstreik sorgt am Dienstag für Unterrichtsausfälle

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Fahren zur Kundgebung nach Wiesbaden: Viele Lehrer im Wolfhager Land werden am Dienstag nicht an der Tafel stehen.

Wolfhager Land. Der Lehrerstreik am Dienstag sorgt im Altkreis für Unterrichtsausfälle. Am stärksten vom Streik betroffen ist die Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule. Nach Auskunft von Schulleiter Ludger Brinkmann werden 35 Lehrer zur zentralen Kundgebung nach Wiesbaden fahren.

Man habe bereits am Wochenende einen Notplan erarbeitet, nach dem in der gesamten Oberstufe der Unterricht am Dienstag ausfällt. Außerdem bleiben der Jahrgang 10 der Realschule und der Jahrgang 9 der Hauptschule zu Hause. Dies gilt auch für die Klassen 09G1 und 09G4. Für alle gelte der Dienstag als Studientag, sagt Brinkmann. Die Schüler wären bereits mit Lernstoff versorgt worden.

Auf Anweisung des Staatlichen Schulamtes habe der Unterricht für die Klassen 5 bis 7, sowie die Abschlussprüfungen sichergestellt werden müssen.

Von der Elisabeth-Selbert-Schule in Zierenberg werden drei Lehrer zur Kundgebung nach Wiesbaden fahren - von insgesamt 40 Lehrern an der Gesamtschule. Der Unterricht wird dann entsprechend organisiert, sagt Schulleiterin Ute Walter.

In der Bad Emstaler Christine-Brückner-Schule werde sich wohl kein Lehrer am Streik beteiligen, meint Schulleiter Wolfgang Engelmeyer. Falls sich doch noch ein Kollege kurzfristig entscheide nach Wiesbaden zu fahren, habe man Honorarkräfte in petto.

„Die gegenwärtige Schulwirklichkeit ist von einer hohen Arbeitsbelastung gekennzeichnet, die wir unerträglich finden“, begründet eine Sprecherin der Wolfhager Lehrer den Streik. Außerdem fordere man eine Übernahme der ausgehandelten Tarifergebnisse für die hessischen Angestellten. Dies hätten bereits alle Bundesländer getan.

Den Beamten drohen für den Tag des Streiks ein Dienstausfall und eventuell eine Missbilligung, sagt Stefan Löwer, Sprecher des Kultusministeriums.

Quelle: HNA

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