Für eine Woche hatten angehende Verkäufer allein die Verantwortung im Niedensteiner Supermarkt

Lehrlinge ohne lange Leitung

Motiviert: Die Auszubildende Melanie Siebert macht die Aufgabe der stellvertretenden Marktleitung Spaß. Foto: Sonnabend

Niedenstein. „Klar waren wir skeptisch.“ Stellvertretende Marktleiterin Veronique Schrot war nur kurz in der Filiale des Lebensmittel-Discounters Netto in Niedenstein, um nach dem Rechten zu sehen: „Aber das ist gar nicht nötig, die Auszubildenden haben alles im Griff“, stellte sie zufrieden fest.

Unter dem Motto „Eine Woche Chef“ hatten diese Woche sieben Auszubildende die Verantwortung für ihre Filiale. „Wir sind positiv überrascht“, sagte Schrot. „Die Auszubildenden sind lernfähig und engagiert.“ Am Donnerstag zum Beispiel übernahm Melanie Siebert die Rolle der stellvertretenden Marktleiterin.

Die 18-Jährige macht eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau in einer Filiale in Bettenhausen (Kassel). „Ich habe erst im August mit der Ausbildung angefangen und mir wird schon total viel zugetraut“, sagte Siebert. Tamara Petersen, 19, kommt aus Gudensberg und wird Verkäuferin. Auch sie war zufrieden: „Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass wir schon so wichtige Aufgaben übernehmen dürfen.“

Da musste Obst aufgebaut, Schilder kontrolliert, Telefondienst gemacht werden. Vom pünktlichen Aufschließen des Ladens über Pausen-Absprachen bis zur Änderung von Preisen – die Auszubildenden haben gelernt, wie viel Organisation hinter der Leitung einer Filiale steckt.

Und nicht nur das: „Es war für sie auch eine Möglichkeit, andere Auszubildende kennen zu lernen“, sagte Schrot.

Normalerweise gibt es in der Niedensteiner Filiale zwei Auszubildende. Melanie Schrot ist in Bettenhausen die einzige Auszubildende.

Sie und Tamara Petersen waren sich nach der erfolgreichen Woche einig: „Wir würden das auf jeden Fall gerne nochmal machen.“ (nos)

Quelle: HNA

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