Auftakt ist am Sonntag

Jesberger gründeten Initiative für Nachbarschaftshilfe

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Mit kleinen Angeboten wollen die Jesberger Karl Zinn, Bürgermeister Günter Schlemmer, Eleonore Zielke und Peter Posmick älteren Menschen in der Heimatgemeinde helfen, den Alltag zu bewältigen.

Jesberg. Für viele ältere alleinstehende Menschen ist alltägliches nicht selbstverständlich, gerade wenn sie allein in einer ländlichen Region leben. Weil das auch in der Gemeinde Jesberg so ist, haben Einwohner die Initiative „Mit- und Füreinander“ gegründet, die Senioren mit kleinen Dienstleistungen das Leben leichter machen sollen.

Die Fahrt zum Arzt, Holz hacken oder einfach mal in netter Gesellschaft spazieren gehen: Am Sonntag wird es ein erstes Treffen beim gemeinsamen Mittagessen ab 11 Uhr in der Arche in Jesberg geben. Zum Geschnetzelten werden dort jede Menge Informationen gereicht.

„Die Menschen lieben es, in den Dörfern zu wohnen und wollen den Lebensraum erhalten.“

Die Idee stammt von der Kirche und ist schon ein paar Jahre alt. Sie wollte das Netzwerk der Nachbarschaftshilfe für die Senioren auf den Weg bringen. „Nur das Wie war immer die Frage“, sagte Bürgermeister Günter Schlemmer. Hilfe fand die Gemeinde nun bei Markus Kink vom Schwalm-Eder-Kreis.

Er unterstützt solche Vorhaben, kennt sich mit der Organisation und rechtlichen Fragen aus und weiß, wo man Geld dafür bekommt.

Die Initiative ist ein freiwilliges Projekt unter dem Dach der Kirche und der Gemeinde, ein Verein wurde nicht gegründet. Das sei in Jesberg so gewollt gewesen, sagte Kink. Man habe so wenig Bürokratie wie möglich gewünscht.

„Wir wollen den Menschen helfen, die sich nicht trauen an die Öffentlichkeit zu gehen, aber trotzdem Hilfe brauchen“, sagt die Mitwirkenden wie Karl Zinn. „Und wir wollen dazu motivieren, die Hilfe auch in Anspruch zu nehmen“, sagt Peter Posmick. Er weiß, dass es eine hohe Hemmschwelle gibt. 15 Jesberger machen bislang im Projekt mit.

Die jüngeren Menschen ziehen weg, und der Ort veraltet, sagte Schlemmer. Die meisten Einwohner der Kellerwaldgemeinde sind zwischen 50 und 70 Jahre alt. Einige wollen helfen, andere brauche Hilfe.

„Die Menschen lieben es, in den Dörfern zu wohnen, und wollen den Lebensraum erhalten“, sagt Markus Kink vom Landkreis. Die noch gesund sind, wollen denen helfen, die Hilfe brauchen, damit das Leben in der Gemeinde weiter möglich ist.

Neben der Hilfe sind gemeinsame Aktionen geplant, wie der Mittagstisch am Sonntag, der die Gemeinschaft fördern soll.

Quelle: HNA

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