Hobbykünstler Erika Strack und Franz Knarr stellen im Felsberger Archiv aus

Leidenschaft fürs Leben

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Malen ist ihre Leidenschaft: Erika Strack und Franz Knarr stellen ab Montag, 25. März, einen Teil ihrer Aquarell- und Acryl-Bilder im Felsberger Stadtarchiv aus. Franz Knarr zeigt hier seine Lieblingsbilder „Drei Afrikanerinnen” und „Engel des Herrn”, Erika Strack eines ihrer Altenburg-Motive.

Gensungen. Frühlingsblumen in den schönsten Aquarell-Farbtönen – im Haus von Erika Strack in Gensungen herrscht eigentlich das ganze Jahr über Frühlingsstimmung. Die verbreitet die 73-jährige Hobbymalerin nun im Archiv der Stadt Felsberg in Gensungen.

Zusammen mit Franz Knarr stellt sie einen Teil ihrer Kunstwerke im Archiv an der Poststraße 6 aus. Eröffnet wird die Ausstellung am Montag, 25. März, um 17 Uhr.

Ob Altenburg, Felsburg, Harle, die schönsten Dorf- und Stadtansichten aus Edertal und Hochland, die Provence, eine Allee in den Masuren oder die Engel des Herrn – die ausgestellten Werke werden sehr vielseitig sein, versprechen die Hobbymaler. Sie haben die Ausstellung unter das Motto Motive aus Felsberger Stadtteilen, Reiseerinnerungen, Annäherungen an Klassiker und Frühlingsblumen gestellt.

Malen tut der Seele gut

„Ich bin vielseitig interessiert”, sagt Erika Strack. Seidenmalerei und das Töpfern gehören zu ihren Hobbys. 1995 nahm sie an einem Malkurs der Volkshochschule mit dem Maler und Bildhauer Lutz Lobert aus Mosheim teil. Inzwischen hat sie „einige hundert” Bilder gemalt. „Wenn man davon gefangen ist, hört man nicht mehr auf”, sagt Erika Strack: „Das ist eine Leidenschaft fürs Leben.”

Franz Knarrs Leidenschaft sind vor allem Engelbilder, die „Engel des Herrn” sind eines seiner Lieblingswerke. „Ich bin religiös eingestellt”, sagt der 72-Jährige. Er kam über einen Rehabilitäts-Aufenthalt in einer Bad Emstaler Klinik zur Malerei. Das war erst vor zwei Jahren. „Ich war psychisch angeschlagen”, erzählt der Maschinenschlosser, der 35 Jahre im VW-Werk arbeitete. „Irgendetwas müssen Sie machen”, riet ihm die Therapeutin.

„Wenn der Seele Flügel wachsen” – so nannte er sein erstes Bild mit Schutzengeln, das er für seine Frau malte. „Ich habe drauf losgemalt, und das hat mir unheimlich geholfen”, sagt er heute. Und Franz Knarr freut sich darüber, wenn sein Enkel sagt: „Opa, das ist eine Wucht.” Auch Leuchttürme und Möwen gehören zu seinen bisherigen Werken.

Erika Strack nennt Franz Knarr ein unentdecktes Talent. Beide kennen sich gut und kamen überein, einen Teil ihrer Werke nun auszustellen.

Nach der Präsentation von Bildern von Sigrid Paul und einer Patchwork-Ausstellung ist es die dritte Kunstschau im Stadtarchiv.

Erika Stracks Mann Fritz freut sich schon: „Das Stadtarchiv ist auf dem Weg, ein kultureller Mittelpunkt Felsbergs zu werden.”

Quelle: HNA

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