Hans-Staden-Projekt an der THS: Fünf Schüler dürfen mit nach Brasilien reisen

Leinen los für das Schiff

Sie werden nach Brasilien reisen: Die Schüler (von links) Gianna Otteni, Lena Hoppe, Albert Pusik, Lisa Bosbach und Alisa Holzhauer wurden ausgewählt, um in Rio de Janeiro eine Hans-Staden-Ausstellung aufzubauen. Fotos: Eberlein

Homberg. Eisen, Holz und Stoff – das sind die Materialien, die verwandt wurden, um die Hans Staden zu bauen. Schüler der Theodor-Heuss-Schule (THS) hatten sich daran gewagt, ein Schiff zu schaffen, das sich, wie der aus Homberg stammende Entdecker Hans Staden im 16. Jahrhundert, auf den Weg nach Brasilien macht.

Seit Anfang des Jahres arbeiten die Schüler aller Klassen an dem interkulturellen Projekt. Es sind zahlreiche Kunstwerke, Texte, Videos und Fotos entstanden, die zum Deutschlandjahr in Rio de Janeiro gezeigt werden. Im November wird eine Gruppe von Schülern und Lehrern der THS nach Rio reisen, um die Ausstellung aufzubauen.

Welche Schüler das sind, wurde in einem Wettbewerb ermittelt, dessen Gewinner bei dem feierlichen Stapellauffest mit Schiffstaufe am Sonntagmorgen bekannt gegeben wurden.

Eine Reihe von Schülern hatte Arbeiten zum Thema Brasilien eingereicht, die von einer unabhängigen Jury beurteilt und ausgewertet wurden. Die Schüler näherten sich dabei auf ganz unterschiedliche Weise dem Thema. Ob ein Gemälde zu exotischen Tieren, einer wissenschaftlichen Arbeit über den Vergleich von deutschem und brasilianischem Essen und der Situation in einer Schulmensa, dem Bau einer Favela (Bretterhütte aus Schrott und Sperrmüll) oder einer Videokollage zu politischen Themen in Südamerika, alle Schüler hätten hervorragende und außergewöhnliche Arbeiten abgeliefert, betonte die Jury.

Knappe Entscheidung

Die Entscheidung sei mitunter sehr knapp ausgefallen, sagte Katrin Czajkowski. Neben ihr, Dr. Jule Peters und Hartmut Bick-Wagner werden sich nun die Schüler Gianna Otteni, Lisa Bosbach, Lena Hoppe, Albert Pusik und Alisa Holzhauer auf die Reise machen.

Im Februar wurde bereits begonnen, die Kunstwerke aller Schüler zu verpacken und für den Transport fertig zu machen. Am Montagmorgen wurde die Hans Staden mit den fertigen Paketen beladen und in einem Container auf den Weg geschickt.

Damit ist die erste Phase des Projektes abgeschlossen. Im März 2014 werden die Kunstwerke zusammen mit Arbeiten von Schülern aus Rio zurück erwartet. Die künstlerische Fracht der Hans Staden wird dann auch in Homberg zu sehen sein.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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