Vorschläge aus den Melsunger Fraktionen für Stelle des City-Managements

Melsungen. Das Ausscheiden der Melsunger City-Mangerin Daniela Sperling zum 31. Juli (wir berichteten) könnte dazu führen, dass über die Organisation des Stadtmarketings grundsätzlich neu nachgedacht wird. Dazu gibt es zumindest Vorschläge aus den Melsunger Parlamentsfraktionen:

SPD: Auf Wunsch der Melsunger Sozialdemokraten sollte geprüft werden, ob eine Bündelung von Tourismus und Wirtschaftsförderung zu einer größeren Effizienz führen könnte. Es biete sich an, eine GmbH als Organiosationsform für das Stadtmarketing beizubehalten und mit dem Verein Kultur- und Tourist-Info zu verschmelzen, erläuterte SPD-Fraktionsvorsitzender Volker Wagner.

Diese Konstruktion liege nahe, weil es auf den Feldern Tourismus und Wirtschaftsförderung viele Überschneidungen gebe. Der Verwaltungsaufwand könnte verringert werden, es gäbe Beratung und Dienstleistungen „aus einem Guss“.

Die SPD regt ferner an, einen Beirat zu bilden, der die GmbH berät. Die Melsunger SPD plant, nach der Sommerpause Gespräche mit den betroffenen Gruppen über eine optimale Organisationsform zu führen.

CDU: Über die Ausgestaltung der Stelle sollte grundsätzlich noch einmal nachgedacht werden, regt die CDU an. Von Anfang an habe man Bedenken gehabt, die Stelle organisatorisch und disziplinarisch direkt dem Bürgermeister zu unterstellen, erklärte Fraktionssprecher Bernhard Lanzenberger.

Er regte an, eine ähnliche Organisationsform wie in Fritzlar zu wählen. Dort sei der Citymanager gleichzeitig Geschäftsführer einer Gesellschaft, an der neben der Stadt auch die Geschäftsleute beteiligt seien. Als Geschäftsführer bestehe dort für den Stelleninhaber ein deutlich größerer Entscheidungsspielraum.

Jetzt sei für eine Neuausrichtung der richtige Zeitpunkt, denn damit werde auch der Gestaltungsspielraum für den neuen Stelleninhaber größer.

Zudem sei es mit der Beteiligung der Kaufleute auch möglich, die Stelle etwas besser zu bezahlen, wodurch sich unter Umständen die Zahl von geeigneten Kandidaten vergrößern würde, erklärte Lanzenberger. Eventuell sei eine Sondersitzung des Stadtparlaments nötig, damit keine zu große Lücke bei der Besetzung der Stelle entstehe.

FWG: Die FWG-Fraktion widersprach der Auffassung von Bürgermeister Dieter Runzheimer, die Ausschreibung und die Auswahl der Stelle sollte einem Personal-Entwicklungsbüro übertragen werden. Das würde mehr als 10 000 Euro kosten. Vielmehr sei dies Aufgabe des Magistrats und der Personalverwaltung.

Die FWG fordert, den Fraktionen die Arbeitsergebnisse der Citymanagerin zur Verfügung zu stellen. Danach könne entschieden werden, welche Projekte weitergeführt werden sollten.

Die Aufgaben sollten auf die Fortentwicklung der Innenstadt, die Beseitigung des Leerstandes und die Belebung durch neue Wohnformen beschränkt werden. Die Suche nach Pächtern für die Hallenbadgaststätte und die Ausarbeitung von Premium-Wanderwegen sei nicht Aufgabe einer City-Mangerin, meinte Fraktionsvorsitzender Martin Gille.

Quelle: HNA

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