Marodes Gebäude in Oberbeisheim ist verkauft und wird dem Boden gleichgemacht

Hof Lepper vor Abriss

So sieht es schon lange aus: Der Hof Lepper in der Oberbeisheimer Dorfmitte ist längst eine Ruine, die durch einen Bauzaun gesichert werden muss. Jetzt ist sie verkauft und wird abgerissen. Foto:  Brandau

Oberbeisheim. Diese Nachricht wird viele Menschen in Oberbeisheim sehr froh stimmen: Der Hof Lepper – beziehungsweise die Ruine, die von ihm übrig ist – ist verkauft und wird abgerissen. Damit verschwindet demnächst der größte Schandfleck im Ort.

Sebastian Möller aus Oberbeisheim hat das Gehöft gekauft, das seit vielen Jahren in der Dorfmitte verfällt. Es ist mittlerweile so marode, dass das Land Hessen als bisheriger Eigentümer aus Sicherheitsgründen einen großen Bauzaun samt Flatterband um das Grundstück aufstellen musste. Das alles kommt nun weg. Wo jetzt noch Zaun, Haus, Scheune, Nebengebäude stehen, wird bald eine große Freifläche zu sehen sein.

Ein Hektar große Fläche

Sebastian Möller hat keine große Wahl: Der ehemalige Hof Lepper ist so verfallen, dass er nicht mehr saniert werden kann. Wesentlich interessanter als Sanierungsobjekt ist für den 34-Jährigen das direkte benachbarte Haus Orlowski, das er im selben Zuge wie den Hof Lepper erworben hat. Damit hat der Forstwirt mitten im Dorf eine zusammenhängende Fläche von einem Hektar Größe erworben.

Bürgermeister Jörg Müller ist froh. „Wir machen drei Kreuze, dass der Verkauf über die Bühne gegangen ist“, sagt der Verwaltungschef.

Zehn Jahre lang war das Leppersche Anwesen immer weiter verfallen und hat das Thema Leerstand zu einem offensichtlichen und drängenden Problem in Knüllwald gemacht. Die Gemeinde habe nach Lösungen gesucht, sei sich aber sehr schnell darüber klar geworden, die Last nicht schultern zu können: „Wir können unmöglich jedes baufällige Haus kaufen“, sagt Müller.

Das hat nun Sebastian Möller getan. Er hat auch bereits Geld aus der Dorferneuerung für den Abriss beantragt. Der ist auch schon genehmigt – sobald das Fördergeld fließt, geht es los.

Positive Rückmeldungen

Viele Oberbeisheimer hätten ihm bereits positive Rückmeldungen auf sein Vorhaben gegeben, sagt der 34-Jährige. „Die Leute sind froh, dass der Schandfleck endlich weg kommt.“

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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