Kinder-Uni: Lernen mit Backpulver

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Aufgepasst und mitgemacht: Stefan Rötzel (links) experimentiert gemeinsam mit Daniel Gruszka (zehn Jahre) und Dascha Baskal (zehn) in der Schule an den Türmen. 

Fritzlar. „Klimawandel – Reise um die Welt“ lautet das Thema der Hessischen Kinder-Uni. Organisiert vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG), erklärte Stefan Rötzel von der Universität Kassel den Schülern der Grundschule an den Türmen und den Schülern der 5. und 6. Klassen der König-Heinrich-Schule (KHS), was es mit dem Klimawandel auf sich hat.

Die KHS lade regelmäßig Referenten ein, sagte Dr. Carsten Obach. „Wir wollen Impulse von außen in die Schule hineintragen“, erklärt der Leiter der Naturwissenschaften. Da das Thema Klimawandel häufig in den Medien präsent sei, sei die Idee gewachsen, die Schüler näher zu informieren und aufzuklären.

Locker ging es beim Vortrag von Stefan Rötzel zu, als er den Schülern die Zusammenhänge erklärte, die zur globalen Erwärmung führen. Zunächst ging es um den Unterschied zwischen Klima und Wetter. Cool und lässig machte er vor, wie der Treibhauseffekt funktioniert und warum es schlecht ist, immer mehr Treibhausgase zu produzieren.

Luftballon bläht sich auf

Dabei holte er sich Unterstützung von einigen Schülern. Bei einem kleinen Experiment konnten die Kinder beobachten, wie Kohlenstoffdioxid (CO2) entsteht. In einer Flasche wurde Backpulver mit Essig vermischt und die Öffnung mit einem Luftballon verschlossen. Nach kurzer Zeit blies sich der Ballon durch das Gas auf. Über eine brennende Kerze gehalten, bewirkte das CO2 aus der Flasche schließlich, dass die Flamme wie von selbst erlosch.

Auf diese Weise zeigte Rötzel zweierlei: Durch die Entstehung von Treibhausgasen fehlt der Sauerstoff, den aber braucht nicht nur die Kerze zum Brennen, sondern jedes Lebenwesen zum Atmen. Die Kinder verfolgten sowohl den Vortrag, als auch das Experiment aufmerksam und beteiligten sich rege, wenn Rötzel Fragen stellte.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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