54 umweltbewusste Schulen erhielten wieder Geldprämien vom Schwalm-Eder-Kreis

Lernziel: Energie sparen

Die Energiesparer: von links Dr. Dieter Vaupel (Drei-Burgen-Schule), Landrat Frank-Martin Neupärtl, Energiebeauftragter Dirk Schnurr, Giesela Reeh (Osterbachschule), Bärbel Reinhardt (Grundschule Obervorschütz), Wilfried Brietzke (Burgsitzschule), Gabriele Baar (Kreisverwaltung), Günter Wolafka (Grundschule Wabern), Karl Schäfer (Drei-Burgen-Schule) und Karl-Werner Reinbold (Grundschule Guxhagen) Foto: Mangold/nh

Schwalmstadt. 54 von 69 Schulen im Schwalm-Eder-Kreis haben Prämien für Energiesparen und für die Förderung des Umweltbewusstseins bei ihren Schülern bekommen. 31 190 Euro wurden dabei in diesem Jahr verteilt.

Seit 1997 belohnt der Kreis Schulen, die sich um Nachhaltigkeit bemühen und das auch nachweisen. Mit einem Fragebogen wird unter anderem ermittelt, ob die Schulen ein Energie- oder Umweltprojekt haben und ob entsprechende Themen im Unterricht und in Arbeitsgemeinschaften behandelt werden. Punkten können die Schulen auch, wenn sie einen Energiedienst in den Klassen haben und die Heizzeiten mit der Raumbelegung abstimmen. Für das Engagement im Sinne der Umwelt erhalten die Schulen Punkte, aus denen in Abhängigkeit von der Schülerzahl die Prämie errechnet wird.

Erfolgreiche Grundschule

Die besten Energiesparer waren die Grundschüler aus Guxhagen und ihre Lehrer. Sie bekamen dafür 490 Euro. Die Schule hatte gemeinsam mit dem Förderverein und Ehrenamtlichen eine Umwelt-Arbeitsgemeinschaft gegründet.

Schulleiter Karl-Werner Reinbold sagt: „Es gab einen unheimlichen Ansturm auf die AG.“ So musste das Angebot auf zwei Halbjahre verteilt werden, damit alle Schüler unterkamen. Thematisch ging es unter anderem um den Apfel und um nachhaltige Energieerzeugung. Mit dem Preisgeld sollen Solarbaukästen angeschafft werden. Landrat Frank-Martin Neupärtl lobte die Schule, der es auch gelungen war, Kooperationspartner zu gewinnen.

Wilfried Brietzke, pädagogischer Leiter der Burgsitzschule in Spangenberg befürwortete das Pädagogische Prämienmodell des Kreises – wie es offizielle heißt – weil die Schüler das Erlernte mit nach Hause trügen. Beispielsweise hätten Schüler mit Energiemessgeräten zu Hause festgestellt, dass die Familie länger in den Urlaub fahren könnte von dem Geld, wenn sie die Stand-by-Geräte ausschalten und das eingesparte Geld für die Reise nutzen würde.

Die Drei-Burgen-Schule Felsberg, die in diesem Jahr den 4. Platz belegte, ist seit 14 Jahren am Energiespar-Wettbewerb beteiligt. Die Prämien werden für größere Investitionen angespart. Nun spart die Schule für eine weitere Solaranlage auf dem Schuldach. Zum Umweltprogramm der Schule gehört ein Lädchen für umweltfreundliche Produkte wie Hefte, Blöcke und Stifte, die mit Zuschüssen günstig angeboten werden. (yma/nh) • Im Netz: www.klimaschutz-schwam-eder.de

Quelle: HNA

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