Bürgermeisterwahl am 29. Januar: 200 wollten Bewerber sehen

Lesertreff: Kandidaten auf Augenhöhe

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Beim HNA-Lesertreff in Schwarzenborn: Von links Jürgen Liebermann (SPD), Anne Quehl (HNA), Marc Liebermann (CDU).

Schwarzenborn. Ein souveränes Auftreten beider Kandidaten erlebten die rund 200 Gäste beim HNA-Lesertreff anlässlich der Bürgermeisterwahl in Schwarzenborn.

Mehr als 90 Minuten lang stellten sich am Dienstagabend in der bis auf den letzten Platz besetzten Kulturhalle Jürgen Liebermann (49, SPD) und Marc Liebermann (45, CDU) den Fragen von HNA-Redakteurin Anne Quehl und dem Publikum.

Bestens vorbereitet präsentierte sich der SPD-Mann, dem mehrfach die 90-Sekunden-Redezeit nicht ausreichte. Geschickt und locker konterte der CDU-Kandidat.

Marc Liebermann

Beide Bewerber wollen ihre Kommune als lebens- und liebenswerten Ort erhalten - ein im Schwälmer Altkreis durchaus üblicher Vorsatz im Wahlkampf, der unter anderem bei der jüngsten Bürgermeisterwahl in Frielendorf häufig zur Sprache kam.

Aufs Tablett kamen aber auch die Themen, die Hessens kleinste Stadt bewegen. So wollen sich beide Kandidaten für das derzeit im Bau befindliche Medizinische Versorgungszentrum stark machen. „Ein Scheitern darf es nicht geben“, sagte der SPD-Kandidat.

Jürgen Liebermann

Auch die demografischen Veränderungen beschäftigen beide. Mit Blick auf die Flüchtlingsunterbringung und den vermehrten Zuzug von EU-Bürgern aus Rumänien und Bulgarien betonte Marc Liebermann: „Die Stadt soll nicht kleiner und bunter, sondern eine super effektive Stadt werden.“ Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Grenzöffnung sei die Stadt schon immer helfend unterwegs gewesen, hielt Jürgen Liebermann dagegen. (syg)

Quelle: HNA

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