Ellenberger Friedhof soll umgestaltet werden - bald anonyme Bestattungen möglich

Letzte Ruhe unter Buchen

Vieles wird anders: Auf dem Friedhof in Ellenberg werden demnächst Flächen für anonyme Bestattungen und Rasengräber entstehen. Archivfoto: De Filippo

Ellenberg. Auf dem Friedhof in Ellenberg sind schon bald anonyme Bestattungen möglich. In den kommenden Monaten sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Das hat der Ortsbeirat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Den Friedhof umzugestalten und damit der wachsenden Nachfrage nach modernen Bestattungsformen gerecht zu werden, ist schon seit zwei Jahren im Gespräch. „Wir haben seitdem viele Gespräche geführt - mit Einwohnern und Kirchenvorstand“, berichtet Ortsvorsteher Volker Bernhardt. Jetzt habe man sich auf einen Entwurf geeinigt.

Im unteren Bereich des Friedhofs soll eine Fläche für anonyme Bestattungen entstehen. Laut Bernhardt sind es vor allem ältere Menschen, die keine Angehörigen haben, die nach solchen Grabstätten fragen. Die Pflege des Grabes entfällt.

Im angrenzenden Bereich sind Rasengräber vorgesehen. Dort können Grabsteine aus natürlichen Materialien wie Stein und Holz auf einer Bodenplatte errichtet werden. Die Pflege der Rasenfläche übernimmt der Bauhof.

Und noch eine neue Beisetzungsform wird demnächst in Ellenberg angeboten: die Baumbestattung. Zusätzlich zu den bestehenden Bäumen auf dem Friedhof sollen Rotbuchen und Kugelahorn angepflanzt werden. Die Asche der Verstorbenen wird in einer verrottbaren Urne nahe dem Wurzelwerk beigesetzt. Ganz im Einklang mit der Natur.

Ein halbkreisförmiger Weg aus Verbundsteinpflaster soll die neuen Grabstätten gut erreichbar machen. „Wir hoffen, dass die Kosten dafür im Haushaltsplan der Gemeinde bereit gestellt werden“, sagt Bernhardt.

Mit der Umgestaltung des Friedhofs und der Neuordnung der Bereiche soll so bald wie möglich begonnen werden. Allein der Wegebau könnte sich noch verzögern, bis die Finanzierung geklärt ist. (fil)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare