Die letzte Sternenfahrt: 400 Besucher in der Stadthalle Fritzlar

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Ein Abend zwischen den Welten: Markus Horn und Hans-Winfried Auel (oben) entführten die Zuschauer in der ausverkauften Fritzlarer Stadthalle ins Weltall zwischen Erde und Mond.

Fritzlar. Jetzt ist wirklich Schluss. Hans-Winfried Auel und Markus Horn, beide 38 Jahre, ließen keinen Zweifel daran, dass dies der letzte Auftritt mit ihrer Sternenschau war. Am Dienstag feierten sie in der Fritzlarer Stadthalle einen großen Erfolg.

Über 400 Besucher waren gekommen - ausverkauft. Wer keine Karten mehr im Vorverkauf bekommen hatte, konnte es an der Abendkasse versuchen. Schon eineinhalb Stunden vor Beginn der Sternenschau standen Menschen vor der noch verschlossenen Stadthalle und hofften, noch einen Platz zu bekommen.

Die Vorstellung verlief nach dem bewährten Muster aus den neunziger Jahren: Die beiden Hobby-Astronomen - Auel ist Gymnasiallehrer, Horn Dozent an der Musikhochschule - hatten ihre Bühnen füllende Sternenkarte aufgebaut. Sie zeigt den Nachthimmel über der Nordhalbkugel.

Mit besinnlicher Begleitmusik, von Markus Horn für die Show komponiert, entführten die Astronomen in die Welt der Sternbilder und erklärten dem Publikum das Wechselspiel der Monate. Was sich weit dahinter verbirgt, in den Tiefen des Universums, das zeigten die Sternenfahrer anhand spektakulärer Fotos aus dem Weltall.

Mit ihrer selbstleuchtenden Karte hatte die Sternenkarriere der damals noch sehr jungen Männer begonnen. Sie waren gerade mal 21 Jahre alt, als sie ihre erste Schlagzeile in der HNA bekamen, Hans-Winfried Auel aus Harle und Markus Horn aus Borken. Am 8. Oktober 1993 stellten sie die kühne Behauptung auf, die größte selbstleuchtende Sternenkarte der Welt gebastelt zu haben. Bis heute hat niemand das Gegenteil bewiesen.

Fünf Jahre später wurden sie von der HNA zur ersten Schau eingeladen und zeigten im Oktober 1998 in der Fritzlarer Stadthalle das multimediales Erlebnis. Zwei Jahre danach starteten die Hobby-Astronomen durchs HNA-Land und spielten vor ausverkauften Stadthallen ihre Trümpfe aus. Den 10.000. Besucher begrüßten sie im Jahr 2006 in Borken, wo die Schau nach einer Unterbrechung neu aufgelegt worden war. (rbg)

Quelle: HNA

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