Bauunternehmen Kirchner nutzt das Erdgeschoss des sonst leerstehenden Gebäudes

Licht im Fröhlich-Haus

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Früher Fröhlich, heute Kirchner: von links Bürgermeister Volker Steinmetz, Inhaber Jörg Fröhlich-Gildhoff und Rainer Krück, Projektleiter beim Bau der Helterbachtalbrücke, vor dem Firmengebäude.

Gensungen. Jahrelang stand das ehemalige Firmengebäude des Bauunternehmens Fröhlich in Gensungen leer. Seit einigen Monaten brennt im Erdgeschoss wieder Licht: Die Firma Kirchner, die mit dem Neubau der Helterbachtalbrücke beauftragt wurde, ist dort für die Dauer der Bauarbeiten eingezogen. Der Mietvertrag läuft vorerst bis Ende 2014.

„Für uns ist das hier von der Anbindung her optimal“, sagt Projektleiter Rainer Krück. Und komfortabel sei die Unterkunft auch: „Sonst sitzen wir ja meist in Containern.“ Wichtig war für Krück vor allem, dass in den Räumen EDV-Anschlüsse vorhanden waren.

Wenn man das Gebäude betritt, fallen als erstes die schlammverschmierten Gummistiefel auf, die neben der Tür aufgereiht sind: Die Mitarbeiter von Kirchner sind viel auf der Baustelle unterwegs. Zum Glück ist die ganz in der Nähe.

„Ich fahre täglich mehrfach zwischen Büro und Baustelle hin und her“, schildert Polier Andreas Stimmel. Er ist deshalb froh, dass die Wege so kurz sind. Und er fühlt sich wohl im ehemaligen Gebäude der Firma Fröhlich. „Ich bin jetzt 23 Jahre hier bei der Firma, aber so schöne Büros hatten wir noch nie“, sagt Stimmel.

Abrechner Klaus Voht ist vor allem angetan von den vielen Parkplätzen: „Das gibt es auf Baustellen selten.“

Mit der Firma Kirchner zog zugleich ein Team von Hessen Mobil ein. Rund 25 Leute arbeiten somit auf 500 Quadratmetern Fläche im Erdgeschoss.

Weitere Interessenten

Eine von ihnen ist Sekretärin Martina Mieruch. Für sie ist das Gebäude vertraut – vor Jahren hat sie schonmal hier gearbeitet. „Damals allerdings noch im obersten Stockwerk“, erzählt sie. „Ich habe mich total gefreut, wieder in dieses Gebäude zurückkehren zu können.“

Auch Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz ist froh, dass wieder Leben in das leerstehende Gebäude eingekehrt ist. „Als sich die Firma Kirchner bei mir gemeldet hat und nach freien Räumen in Felsberg fragte, habe ich sofort an Fröhlich gedacht“, erzählt Steinmetz.

Denn Jörg Fröhlich-Gildhoff, zusammen mit Helmut Morsch Inhaber des Gebäudes, sucht seit langem einen Nachmieter für die Räume. Dass nun nur die unterste von fünf Etagen bewohnt ist, sieht er gelassen. „Jemanden zu finden, der das ganze Gebäude nimmt, ist so gut wie unmöglich“, erklärt er. Deshalb sei nun geplant, flurweise an Einzelnutzer zu vermieten. Auf jeder Etage könnten zwei Unternehmen unterkommen. Der Einzug von Kirchner sei ein guter Anfang: „Die Leute sehen, da passiert wieder was. Das hat uns erste Interessenten für den Rest des Gebäudes gebracht“, verrät Fröhlich-Gildhoff.

So lebendig es nun in der untersten Etage des Gebäudes zugeht, so ausgestorben sind die anderen Stockwerke. Viele der Büros sind noch voll möbliert: Schreibtische, Aktenschränke und Sessel stehen dort, als seien sie eben erst verlassen worden. Ein neuer Mieter, verspricht Jörg Fröhlich-Gildhoff, könnte innerhalb einer Woche nach Unterschreiben des Vertrages einziehen. HINTERGRUND

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

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