Parlament stimmte geschlossen für den Haushalt

Ein Lichtstreifen am Horizont

Willingshausen. Einstimmig votierte die Gemeindevertretersitzung der Großgemeinde Willingshausen am Donnerstagabend in der Antreffhalle für den von Bürgermeister Heinrich Vesper Ende März eingebrachten Haushalt.

Dabei schlossen sich die Gemeindevertreter der Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses an und korrigierten die ursprünglich im Entwurf höher angesetzte Grundsteuer A und B auf 320, beziehungsweise 300 Prozent.

Ulrich Riebeling von der BGL/FWG brachte es auf den Punkt: „Dieser Haushalt ist vom Konsolidierungswillen geprägt. Sparen ist schmerzhaft und ein solcher Haushalt unangenehm für die Beschließenden und natürlich für die Bürger.“ Trotz allem sei es der richtige Weg, attestierte Herbert Krey von der FDP und lobte die konstruktive und kooperative Zusammenarbeit im Konsolidierungsausschuss.

2000 Euro Zinsen täglich

„Weder Fisch noch Fleisch ist der Haushalt 2014“, so Erwin Hochfeld (SPD), stellte aber auch gleichzeitig fest, dass der Haushalt einfach der momentanen finanziellen Situation der Gemeinde geschuldet sei, und damit ohne Alternative. Sorgen bereitet Hochfeld der hohe Schuldenstand. 2000 Euro gebe die Gemeinde Willingshausen allein täglich für Zinsen aus, verdeutlichte er die Problematik und appellierte in diesem Zusammenhang an die Verwaltung so schnell wie möglich die Haushaltsabschlüsse für die Jahre 2009 bis 2012 herbeizuführen, um den Gemeindevertretern zukünftig eine aussagekräftige Bemessungsgrundlage an die Hand geben zu können.

Klarheit, Offenheit und Transparenz sollten im Mittelpunkt aller Sparmaßnahmen stehen, so Erwin Hochfeld abschließend und forderte dazu auf, alle Vereine bei Einsparungen gleichzubehandeln, aber auch darauf zu achten, insbesondere das Ehrenamt nicht kaputtzusparen. Sein Fraktionskollege Heinz Knoch kritisierte die zahlreichen Umlagen, welche von der Gemeinde nicht beeinflusst werden könnten.

Erfolge beim Sparen

Stefan Völker von der CDU strich in seinen Ausführungen die Erfolge der Haushaltskonsolidierungsbemühungen hervor. Im Haushalt 2014 gäbe es 730 000 Euro weniger Defizit als im vorherigen, verdeutlichte der CDU-Mann die Sparmaßnahmen Willingshausens in Zahlen. Machte aber gleichzeitig auch deutlich, dass die Konsolidierung nur durch harte Einschnitte in allen Aufgabenbereichen der Gemeinde sowie durch Steuer und Gebührenerhöhungen erreicht werden konnte. Bei allen harten Sparmaßnahmen sieht Stefan Völker etwas Licht am Horizont: „Die großen Investitionen sind abgearbeitet. Von dem Vermögen, das geschaffen wurde, zehren auch zukünftige Generationen.“

Von Matthias Haaß

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare