Historischer Maschinenring Spangenberg feiert 25-jähriges Vereinsbestehen

Liebe zu alten Schätzchen

Der ganze Stolz der Vereinsmitglieder vom Historischen Maschinenring Spangenberg sind die beiden Lanz 12er, die ab 1923 gebaut wurden und erstmals die Pferde in der Landwirtschaft ersetzten: von links Vorsitzender Herbert Thomas, Kurt Schäfer, Burghard Kehr, Volker Papenhagen und Jürgen Schulz. Foto: Hohagen

Spangenberg. Alte Traktoren und Landmaschinen sind das Hobby der Männer vom Historischen Maschinenring Spangenberg, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Vereinsbestehen feiert. Die Männer sammeln alte „Schätze“ aus der Vorkriegszeit, basteln, schrauben und tüfteln daran und lieben das Fachsimpeln über eine fast vergessene Technik.

Zum 25. Mal wird im April auch die Osterrundfahrt stattfinden, eine der wichtigsten und ältesten Traditionen des Vereins. Denn dieser hat sich seit der Gründung im Jahr 1986 zum Ziel gesetzt, die kulturhistorisch wertvolle Technik nicht nur in Ehren zu halten und zu pflegen, sondern auch vorzuführen. Dafür stellen die Mitglieder ihre Fahrzeuge zur Schau, auf der Osterrundfahrt, bei Dorf- und Dreschfesten oder Umzügen. „Die Osterrundfahrt ist nicht einmal ausgefallen“, erinnert sich Walter Hubental, der fast von Beginn an mit dabei ist. „Selbst 1990 bei Schnee und Eis sind wir auf die Traktoren gestiegen und haben eine kleine Runde bis nach Frankershausen ins Berkatal gedreht.“

Bezug zur Technik verbindet

Wie der Landefelder Burghard Kehr über den blauen Lanz HR3 Bulldog aus dem Jahr 1933 ins Schwärmen gerät, verdeutlicht die Begeisterung der Männer: „Der hat noch ein Glühkopf-System, hat eine Zigarettenlänge vorgeheizt auf offener Flamme – und zum Anlassen musste das Lenkrad benutzt werden.“ Die Liebe zur Technik sei der wichtigste gemeinsame Nenner der Traktorenliebhaber, sagt Herbert Thomas. Er ist Vorsitzender des Vereins, der 21 aktive Mitglieder aus dem mittleren Fuldatal zählt.

Alle haben einen Bezug zur Landwirtschaft oder Technik, haben häufig etwas von ihren Großvätern mitgenommen und als kleine Jungs noch die alten Schlepper in der Spur halten müssen, so Thomas.

Das Sammeln und Aufpeppen alter Traktoren – vorwiegend Lanz, Deutz, Hanomag und Allgeier – gehört zu ihrer größten Leidenschaft. Der Fahrzeugpark des Vereins umfasst mehr als 75 Sammlerstücke von Zug- und Dreschmaschinen bis zu Mähbindern und Ackerpflügen aus den Jahren 1923 bis 1955. Etwa 30 davon stehen auf dem Hof von Burghard Kehr – darunter auch der größte Stolz des Vereins: zwei Lanz 12er aus den 20er Jahren, die zu den ältesten Maschinen zählen, die einst Pferde ersetzt haben.

Drei Männer waren Gründer

Die Idee zur ersten Osterrundfahrt und damit verbundenen Vereinsgründung hatten vor 25 Jahren die beiden mittlerweile verstorbenen Gründerväter Karlheinz Kehr und Werner Pfetzig mit Hilmar Krebs. Danach ist der Verein kontinuierlich gewachsen, die meisten Männer sind schon jahrelang dabei, so Herbert Thomas – selbst seit 20 Jahren im Verein. Auch um Nachwuchs müssen sich die Hobbybastler nicht sorgen: vier junge Männer, alle um die 25, hätten sich bereits angeschlossen. „Über neue Gesichter freuen wir uns aber immer“, lädt der Vorsitzende ein.

Quelle: HNA

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