Heimatforscher Otto Vesper wäre heute 110 Jahre alt geworden

Liebe zu seiner Stadt

Otto Vesper Foto: privat

Homberg. Otto Vesper, der dem kulturellen Leben in Homberg viele über Jahrzehnte Impulse gegeben hat, wäre heute 110 Jahre alt geworden. Wie kaum ein anderer hatte er sich der Erforschung und Pflege der Homberger Heimatgeschichte verschrieben.

Als Gründer des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde, Zweigverein Homberg, im Jahr 1961 sowie des Kuratoriums Homberger Heimatmuseum in 1974 erwarb sich Vesper große Verdienste.

Neben seiner Tätigkeit als Autor hat er zeitweise außerdem den Homberger Turnverein geleitet und war in verantwortlicher Stelle für die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft tätig.

Verbundenheit zu seiner Heimatstadt bestimmten Vespers Wirken. Er war außerdem Mitglied der Burgberggemeinde, des Knüllgebirgsvereins, der Hans-Staden-Fördergesellschaft und der Liedertafel.

Damit nicht genug: Unter seinem Vorsitz wurde 1931 beim Tennisverein der zweite Tennisplatz eingeweiht und der Verein erhielt seinen Namen Blau-Weiß.

Der gebürtige Homberger hatte in seiner Geburtsstadt die Stadt- und Lateinschule sowie die Präparandenanstalt besucht.

Von 1918 bis 1921 erhielt er am hiesigen Lehrerseminar eine Ausbildung zum Volksschullehrer. Nach der zweiten Lehrerprüfung ging er an die Preußische Hochschule für Leibeserziehung in Berlin-Spandau und ließ sich dort als Turn- und Sportlehrer ausbilden.

Nach Kriegsteilnahme trat Otto Vesper am 1. April 1946 wieder seinen Schuldienst an der Stadtschule in Homberg an und wurde sechs Jahre später zum Rektor der Grund-, Haupt- und Realschule ernannt.

1965 erreichte er die Altersgrenze, ging in den Ruhestand und widmete sich über Jahrzehnte seinen umfangreichen Hobbys.

Wer Vesper gekannt hat und wer mit ihm zusammenarbeitete weiß, welch großes Wissen er hatte. Dabei galt seine besondere Liebe dem Homberger Lehrerseminar. Er hat dessen Geschichte erforscht, aufgeschrieben und in den Homberger Heften 1975 veröffentlicht.

Zu seinem 80. Geburtstag wurde Vesper das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland durch den damaligen Landrat August Franke verliehen. Im Alter von 94 Jahren starb Otto Versper am 23. Mai 1995.

Von Oskar Breiding

Quelle: HNA

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