Gerta und Heinrich Henning aus Welcherod feiern heute ihre Diamantene Hochzeit

Liebe und viel, viel Arbeit

Sind seit 60 Jahren ein Paar: Ihren Ehrentag wollen Gerta und Heinrich Henning (beide 82) aus Welcherod mit Freunden und Verwandten im Gasthaus in Verna feiern. Foto: Rose

Welcherod. Im Gasthaus Schäfer in Todenhausen hat Heinrich Henning seine zukünftige Frau Gerta 1948 zum ersten Tanz aufgefordert. Und sie später bis zur Haustür begleitet. Seitdem sind die Hennings ein glückliches Paar. Heute feiern sie ihre Diamantene Hochzeit.

Die gebürtige Neuenhainerin zog nach der Hochzeit zusammen mit ihrem Mann zu den Schwiegereltern nach Welcherod. Gerta Henning war die älteste von sechs Geschwistern und hatte bis dahin überwiegend in der Landwirtschaft gearbeitet. Heinrich Henning hatte eine Lehre zum Schmied und Schlosser in Frielendorf absolviert und fing 1947 in der Zeche Stolzenbach im Tiefbau an.

Vier Kinder kamen zur Welt

Im Jahr 1953 freute sich das Paar über Nachwuchs: eine Tochter. Auf den Tag genau zwei Jahre später kam das zweite Mädchen zur Welt. 65 und 67 folgten noch eine Tochter und ein Sohn. Mit den Kindern und dem Haushalt hatte Gerta Henning immer genügend zu tun. „Die Gartenarbeit habe ich immer besonders gern gemacht“, erzählt die 82-Jährige. Auch um den Vater in Neuenhain kümmerte sie sich noch.

Heinrich Henning sorgte für das Auskommen, arbeitete vier Schichten in der Grube. „Was habe ich am Fenster gestanden und mich gesorgt, wenn er mal wieder nicht zur üblichen Zeit nachhause kam“, sagt seine Frau. 1959 übernahm ihn die Braunkohlen- und Brikettindustrie, kurz Bubiag. Ein Jahr später bestand der Welcheröder den Hauerschein, einen Facharbeiterbrief, den Heinrich Henning bis heute aufgehoben hat.

Handarbeit und Sportverein

Zeit für Hobbys blieb wenig: Am Haus gab es immer etwas zu tun. „Und dem Papa fiel jeden Sommer eine neue Baustelle ein“, erzählt die Tochter. Es wurde eifrig umgebaut und nach und nach modernisiert. Gerta Henning beschäftigte sich gern mit Handarbeiten oder begleitete ihren Mann auf den Sportplatz, wo der Welcheröder den Fußballern die Daumen drückte. 1984 ging Heinrich Henning in Rente und das Paar fortan gern auf Reisen: Spanien, Südtirol, Ungarn und quer durch Deutschland. Drei der vier Kinder wohnen ganz in der Nähe, eine Tochter wanderte nach Kanada aus. Mit ihr telefonieren die Hennings jeden Sonntagabend. „Und sie kommt uns jeden Sommer besuchen“, erzählen sie. Aber auch die Familie in der Nähe ist ihnen lieb, besondere Freude bereiten die sieben Enkelkinder.

Mit Freunden und Verwandten will das Ehepaar Henning seinen Ehrentag feiern: Geplant sind ein Gottesdienst und ein Fest im Gasthaus. Das Geheimnis ihrer Ehe: „Liebe und viel, viel Arbeit.“

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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