Dorfrundgang in Schorbach: Sie lieben ihre Heimat

Schorbach. 348 Einwohner, die historische Steinmühle, eine wunderschöne Landschaft und 13 Vereine: Die Schorbacher haben jeden Grund, sich in ihrem Ort wohl zu fühlen. Wie gern sie ihr Dorf doch hätten: Das bekam die HNA beim Rundgang mit Jürgen Kurz, Elke Pfalzgraf und Julia Simon durch Schorbach immer wieder zu hören.

„Das Dörfliche hier gefällt mir, in der Stadt zu leben, wäre nichts für mich“, sagte Irene Westphal. Sie führte bis 2006 die letzte Gastwirtschaft im Dorf, die Pilsstube. Nun genießt sie die Ruhe in Schorbach, fernab von der Hauptstraße.

Den liebevoll gepflegten Garten seiner Frau hingegen genießt Manfred Schnell. Ihr Grundstück ist eines der schönsten im Ort. „Da steckt viel Arbeit drin“, sagte Schnell, doch das sei eben das Hobby seiner Frau Christa Weppler-Schnell.

Seinem Hobby geht auch Wolfgang Allendorf nach, er verkauft selbstgebaute Gartenmöbel aus Holz. Im alten Schweinestall der Eltern an der Hauptstraße arbeitet er nun. „Ich habe probiert, das Gehöft noch sinnvoll zu nutzen“, sagte Allendorf.

Dorfidylle: Ortsvorsteher Jürgen Kurz, Elke Pfalzgraf und Michael Röhrig zeigten das DGH.

Besonderen Besuch bekamen die Schorbacher jüngst von einem Amerikaner: Stan Burkey hatte Ahnenforschung betrieben und dabei herausgefunden, dass seine Vorfahren aus dem Ottrauer Ortsteil stammten und 1845 in die USA ausgewandert waren. Eine Woche war der Amerikaner in Schorbach zu Gast, mit den Dorfbewohnern schaute er sich den Ort an.

Zudem können die Schorbacher gut feiern: Die Burschenschaft richtet jährlich die Kirmes aus. „Man wächst hier einfach damit auf“, erzählte Lehrerin Julia Simon. Nach der Konfirmation gehen die Jungen zur Burschenschaft. Neben der alten Tanzlinde hat das Dorf zudem einen Festplatz neben dem Dorfgemeinschaftshaus.

Jede Menge Arbeit wartet bis 2016 noch auf die Schorbacher, denn im Zuge der Dorferneuerung sollen das DGH und der Spielplatz umgestaltet werden. Das 125 Quadratmeter große DGH wird auf Vordermann gebracht: neue Fenster, neue Dämmung, eine Trennwand.

„Das Dorf muss mitziehen“, sagte Ortsvorsteher Jürgen Kurz. Durch Unstimmigkeiten mit dem Ottrauer Parlament hatten sich die Arbeiten verzögert, neun Helfer hatten den Arbeitskreis verlassen. Doch es soll weitergehen: Am besten noch in diesem Jahr wollen die Schorbacher ihren Spielplatz fertiggestellt haben.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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