Ein Festkommers am Samstag gehörte zu den Höhepunkten der 950-Jahr-Feier Heßlar

Das liebenswerte Dorf

Gute Laune im Festzelt: Mit Volks- und Heimatliedern verwöhnten die Heßlarer Chöre die Festgemeinde. Foto: Brandau

Heßlar. Ein Festkommers am Samstagabend gehörte am Wochenende zu den Höhepunkten der 950-Jahr-Feier in Heßlar. Dabei erhielt das Jubiläumsdorf die begehrte Freiherr-vom-Stein-Urkunde.

Nicht nur ein großer Teil der Dorfbewohner hatte sich im Festzelt versammelt, auch Abordnungen der umliegenden Ortschaften waren gekommen und belebten das Bild durch ihre farbigen T-Shirts. Musikalisch wurde die Veranstaltung umrahmt vom Männerchor und dem Gemischten Chor Heßlar, die unter der Leitung von Karl Reuter traditionelle Volks- und Heimatlieder vortrugen.

950-Jahr-Feier in Heßlar

Thomas Groß, Vorsitzender der 2009 gegründeten Dorfgemeinschaft Heßlar, moderierte den Abend angenehm locker und souverän. Mit berechtigtem Stolz wies er auf die vielen Aktionen und Attraktionen hin, die die Heßlarer Dorfbewohner auf die Beine gestellt haben, beispielsweise die Dorfchronik. Nicht zuletzt kündigte er das 50-jährige Bestehen der Trachtengruppe an.

Vizelandrat Winfried Becker lobte in seinem Grußwort Heßlar als liebenswertes Dorf, dessen Bewohner sich durch ein besonders gut funktionierendes Miteinander und Füreinander auszeichneten. Er überbrachte den Einwohnern auch die Freiherr-vom-Stein-Urkunde der Hessischen Landesregierung.

Bürgermeister Volker Steinmetz nannte in seiner Rede besonders herausragende Heßlarer Persönlichkeiten und Ereignisse. Zu bundesweiten Ehren gelangte das Dorf 1965 durch die Verleihung der Goldmedaille im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“. Er zählte die für ein 347 Einwohner zählendes Dorf erstaunlich vielen und außergewöhnlichen Aktionen und Traditionen auf: das Heimatmuseum, die Partnerschaften, das rege Vereinsleben, die Trachtengruppe mit ihren regelmäßigen Auftritten beim Hessentag, nur das Geheimnis des Knippkuchens verriet er nicht.

Im Verlaufe des Abends kamen weitere Redner zu Wort. In Ihrer „ökumenischen Rede“ deuteten Susanna Petig (evangelische Pfarrerin) und Gerhard Braun (katholischer Pfarrer) das Heßlarer Logo (Haus, Baum und Kirche) als Symbol des vollen Lebens, der Verwurzelung und des Fingerzeigs nach oben. Volker Komiske, Direktor der Kreissparkasse Schwalm-Eder und gebürtiger Heßlarer stellte eine Spende seiner Bank für das dritte Begrüßungsschild in Aussicht. Ingo Lange, Direktor der Stadtsparkasse Felsberg, spendiert das vierte. Auch Karl-Heinz Gräser, Vorstand der VR-Bank Schwalm-Eder und ebenfalls ehemaliger Heßlarer, kündigt finanzielle Unterstützung für ein zukünftiges Projekt der Heßlarer an.

Tanz bis in die Nacht

Nach dem offiziellen Teil übernahmen die Musiker aus dem unterfränkischen Heßlar die Unterhaltung der Gäste. In Dirndl und Krachlederner sorgten sie mit Pauken und Trompeten für Stimmung und Tanz bis spät in die Nacht.

Quelle: HNA

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