Benefizkonzert für russische Waisenkinder: Zupforchester musizierte zusammen mit Sängerin Anita Burck

Lieder von Hoffnung und Wärme

Die Organisatoren mit ihrem Gast: Horst Rininsland und Brigitte Michelbach (rechts) freuten sich über den Besuch von Anita Burck. Fotos: Rose

wiera. Kraft aus Musik schöpfen – dies ist die Maxime von Sängerin Anita Burck. Die sympathische Künzellerin war am Sonntagabend zu Gast in der Kirche in Wiera: Eingeladen worden war sie zu dem Benefizkonzert von Brigitte Michelbach und Horst Rininsland vom Zupforchester Schwalmstadt. Eintrittsgeld und Spenden kamen behinderten Kindern im Waisenhaus in Kasan zugute.

Seit 2005 organisiert das Paar regelmäßig Konzerte für den guten Zweck. Anita Burck ist in der Schwalm keine Unbekannte. Im vergangenen Jahr trat sie bei den Hephata-Festtagen auf. Die Sängerin sitzt nach einem Motorradunfall seit ihrem 16. Lebensjahr im Rollstuhl. Die Musik gab ihr die Kraft, die Folgen des Unfalls aufzufangen und nie aufzugeben.

Mit ihrer klaren Stimme und der warmherzigen Art sang sich Anita Burck dann auch sogleich in die Herzen der 180 Zuhörer in Wiera. Sie eröffnete den Abend mit neuem geistlichen Liedgut und las dazu aus passenden Texten. „Wir alle brauchen Orientierungspunkte, Leuchttürme, die uns anzeigen, wo wir stehen – Jesus ist so ein Leuchtturm.“ So brachte die Sängerin Lieder wie „Lichter der Hoffnung“ und „Sehnsucht nach Frieden“ zum Strahlen. Hinter dem Titel „Kleine Helden stehen immer wieder auf“ steht eine rührende Geschichte. Burck ist Patin des neuen Kinder- und Jugendhospizes in Fulda. Eigens für diese Kinder hat sie das Lied geschrieben.

Auf melancholische Momente folgten jene des Glücks. Berührt summten die Zuhörer bei „Amazing Grace“ mit, lauschten bedächtig in das „Buch des Lebens“ und sangen schließlich selbst „Der Mond ist aufgegangen“.

Zuvor war das Zupforchster zu hören – mit einer Ouvertüre von Galuppi, einer Rumba und Katalanischen Impressionen, unterstützt von den Solisten Herbert Wölfel und Norbert Schmidt.

Dass es im Kinderheim vor allem an Alltags- und Einrichtungsgegenständen wie Bettchen fehle, erläuterte Brigitte Michelbach. Aus dem Erlös des Konzertes werde man solche nützlichen Dinge anschaffen und den Kindern Aktivitäten wie Zirkus- oder Kinobesuche ermöglichen.

Bei Suppe und Getränken kamen Musiker und Gäste im Anschluss noch im Dorfgemeinschaftshaus miteinander ins Gespräch.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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